Franz Müntefering

ehem. Bundesarbeitsminister SPD

Franz Müntefering
Franz Müntefering im Gespräch mit Hanno Gerwin
Franz Müntefering mit Hanno Gerwin.

In der SPD hatte er fast jedes Amt inne: Fraktionsvorsitzender, parlamentarischer Geschäftsführer, Parteichef, Arbeitsminister und Vizekanzler. Franz Müntefering ist ein SPD-Urgewächs. Mit 26 Jahren trat er in die Partei ein und wurde wegen seiner Durchsetzungsfähigkeit respektvoll „General Münte“ genannt. Aus persönlichen Gründen – um seiner schwerkranken Frau beizustehen – trat er zurück. Eine klare, eindeutige Entscheidung, typisch für Franz Müntefering.
In dem im Sommer 2004 geführten Interview geht es unter anderem um das Thema Familie.

 

Franz Müntefering, welche Charaktereigenschaften braucht man, wenn man so viele verschiedene Menschen, Temperamente zusammenbringen und führen möchte? Wie bekommt man sie auf eine Linie?
Neugier, gespannt sein auf das Neue, Kommende. Ausdauer, Gelassenheit und das Wissen, dass manches schief gehen kann. Man sollte sich nicht allzu übertrieben ernst nehmen, sondern wissen, dass das ganze auch seine sportiven Seiten hat.

Zu Ihren Aufgaben zählt es, zu führen. Das stelle ich mir recht schwierig vor, denn dafür müssen Sie eine Linie vorgeben. Sie sind „General Münte“ ist der Mann, der die Leute auf Linie bringt. Müssen Sie dabei vielen entgegenkommen?
Ja, das ist wie in der Politik: man muss die Gesamtheit abholen und führen. Das sind die beiden Dinge, die man miteinander verbinden muss. Man darf nicht an der Mitgliederfraktion vorbeireden, sondern muss bei ihnen sein. Man muss wissen, welche Sorgen sie haben.
Wenn man jedoch bei den Menschen stehen bleibt und sie nicht führt, so reicht das nicht. Wenn man hingegen nur führt und die Fahne zu weit vor sich her trägt, kommen die andern nicht mehr mit. D.h. also, man muss das richtige Verhältnis finden. Man muss wissen, wohin die Reise gehen soll. Das ist in der Tat eine Kunst, um die es in der Politik geht.

Kann man diese Fähigkeiten erlernen oder muss man dafür geboren sein?
Ob man dafür geboren sein muss, weiß ich nicht. Vielleicht habe ich es im Verlauf meines Lebens gelernt. Schließlich bin ich einer von denen, die sich immer einmischen. Es gibt Typen, sog. Vereinsmuffel, die sich in der Gesellschaft einmischen. Das habe ich von klein auf in verschiedensten Situation des Lebens gemacht. Es macht mir Spaß, mich mit der Frage auseinander zu setzen, wie man seine Meinung durchsetzt, wie man solches organisiert und letztlich, wie man gute Inhalte auch politisch umsetzen kann.

Waren Sie als Kind schon so, dass Sie integrieren konnten? Konnte der Franz eine Linie finden, wenn es in der Klasse nicht weiterging?
Als wir Indianer gespielt haben, war ich Friedenshäuptling. Ich war nicht der Kriegshäuptling. Das war schon damals so. Ich wollte bei der Fußballmannschaft gerne Spielführer sein. Von zu Hause aus bin ich katholisch und war engagierter Pfarrjugendführer. Wo ich war, habe ich mich stets versucht einzumischen, die Dinge zu beeinflussen und zu bewegen.

Was haben Ihre Eltern richtig gut gemacht?
Meine Mutter habe ich immer verehrt. Sie hat mich die ersten siebeneinhalb Jahre erzogen, da mein Vater im Krieg war und erst 1947 zurückkam. Meine Mutter hat mir Grundvertrauen mitgegeben, damit ich zuversichtlich sein konnte, dass es gut vorwärts ging. Bei ihr war das Grundvertrauen tief im Glauben verankert. Sie war eine Katholikin mit hohem Bezug zum Religiösen.
Bei mir ist das nicht so eng. Aber diese Erfahrung aus meiner Kindheit und Jugend möchte ich nicht missen. Ich bekam vieles mit, was einen mutig, ausdauernd und zuversichtlich sein lässt.
Hier und Heute in Deutschland verlieren wir uns im Alltag, im Augenblick. Oder wir sind uns zu wenig bewusst, dass das Leben eine lange Strecke ist. Wir kommen von irgendwoher und gehen irgendwo hin.

Welche der christlichen Grundwerte, die Ihnen Ihre Mutter vermittelt hat, sind für Sie heute noch von Bestand?
Wenn Bettler zu uns kamen, so bekamen sie eine Suppe. Das war bei uns so üblich. Sie bekamen kein Geld, damit sie keinen Schnaps kaufen konnten. Ich fand das manchmal seltsam, weil es arme Leute waren, die sehr schmutzig waren und uns die Bude verdreckt haben. Meine Mutter hat es aber trotzdem gemacht.
Da habe ich Nächstenliebe und Solidarität gelernt. Ich habe auch gelernt Menschen zu akzeptieren, so wie sie sind.

Können Sie das Erlernte auch in der Politik anwenden oder ist es Ihnen manchmal im Weg?
Diese Strukturen durchziehen das ganze Leben. Es gibt keinen Unterschied zwischen denen, die eine Funktion in der Kirche ausüben, denen, die Politik machen oder jenen, die ein Unternehmen leiten oder stets unterwegs sind. Ich glaube, es gibt bestimmte Grundstrukturen. Die Nächstenliebe ist - wie Christen sagen und meine Mutter gesagt hätte - ein Synonym für soziale Gerechtigkeit und für Solidarität in der Gesellschaft.

Kann man mit der Bibel Politik machen? Gibt es bestimmte Bibelstellen, die für Sie einen Focus darstellen?
Das würde ich so nicht sagen. Auch hier würde ich eher meine Mutter zitieren. Ich weiß nicht, ob der Satz irgendwo steht, aber er war ihre Grundthese, eine Grundmelodie, die sie mir viele Male vorgetragen hat: „Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Am größten aber ist die Liebe.“

Das steht tatsächlich in der Bibel.
Das wusste ich gar nicht so genau. Das würde ich auch nicht unbedingt mit der Bibel verbinden, sondern eher mit meiner Mutter.

Wann haben Sie zum letzten Mal in der Bibel gelesen?
Das passiert schon mal, wenn ich unterwegs bin und in Hotels übernachte. Wenn man in den Schubladen nachschaut, findet man manchmal eine Bibel. Ich schlage sie dann auf und schaue rein.

Was wird von Seiten der Kirchen unter Berücksichtigung christlicher Gesichtspunkte von Ihnen als Politiker erwartet?
Wir führen regelmäßig alle sechs Monate Gespräche mit der Spitze der Evangelischen und der Katholischen Kirche und mit dem Zentralrat der Juden. Wir äußern gegenseitig unsere Erwartungen. Das ist sehr nützlich, denn wir sind immer in Gefahr, uns im Alltag zu verlieren. Bei den Kirchen finde ich besonders hilfreich, dass sie eine langfristig ausgerichtete Linie verfolgen. Sie blicken zurück auf 2000 Jahre und denken daran, dass es lange weitergeht. Sie sind nicht nur ausschließlich auf die Gegenwart, die Jetzt-Gegenwart fixiert, wie das in der Politik einer hektischen Gesellschaft durchaus praktiziert wird.

Die Kirchen müssen ja auch keine Wahlen gewinnen, nicht wahr?
Das kommt noch dazu. Aber Wahlen gewinnen macht auch Spaß. Ich habe zwei Mal mitgeholfen und bin ganz stolz drauf!

Gewinnen ist schön! Wenn Sie jedoch nicht gewinnen, wie gehen Sie dann mit Niederlagen um? Ziehen Sie sich zurück?
Nein. Ich habe schon oft verloren Mit 29 Jahren sollte ich Unterbezirksvorsitzender werden. Ich wurde nur von wenigen gewählt. Ich hatte damals lange Haare und manch einer wollte das nicht.
1972, mit 32, wollte ich in den Bundestag gewählt werden. Auch da bin ich nicht gewählt worden. Erst 1975 kam ich dann rein. Ich habe schon so manches Mal verloren. Aber da gilt das, was ich vorhin erwähnt habe, das sportive Element. Unsere Demokratie ist so stark, dass ganz gleich, wer regiert, diese Demokratie nicht untergeht. Existenzielle Angst muss man nur haben, wenn Situationen wie 1933 eintreten.
Wenn es eine andere Regierung gibt, so habe ich keine Angst, dass die Demokratie in Gefahr geriete. Wir haben eine große Stabilität, die uns auch die Chance einräumt, etwas lockerer damit umzugehen: Gewinnen zu wollen und das möglichst auch zu tun. Dabei sollen wir aber auch wissen, dass die Welt nicht untergeht, wenn andere Konstellationen zustande kommen.

In der Politik wird auch mal unterm Tisch getreten. Wie gehen Sie mit Gegnern um, die eventuell gegen Sie intrigieren?
Ich kann einstecken und ich kann auch austeilen. Boxen ist eigentlich nicht meine Sache. Ich habe Judo bevorzugt.

D.h., Sie wickeln Ihren Gegner ein, oder wie machen Sie das?
Ich versuche ihn so lange freundlich zu umarmen, bis ihm die Luft ausgeht.

Die Fraktionschefs sind bekanntlich diejenigen, die Macht haben. Zumindest wissen sie das, auch wenn es nicht immer klappt. Wie wichtig ist Ihnen Macht?
Macht ist mir wichtig. Eine demokratisch legitimierte Macht, die Mehrheit, die man bei einer Wahl gewinnt, stellt eine große Verantwortung und eine große Chance dar. Ich bin froh, dass wir regieren, dass wir jetzt die politische Macht haben und Dinge bewegen können, die unendlich wichtig sind.
Das Jahr 2003, dieses Jahrzehnt insgesamt, ist entscheidend für wichtige zukünftige Entwicklungen in Deutschland. Denn hier geht es um die Frage, ob man den Mut zur Erneuerung hat. Die politische Macht möchte ich als Mehrheit demokratisch legitimiert nutzen. Das ist natürlich wichtig.

Ich möchte Sie noch einmal zur Religion fragen. Wie stellen Sie sich Gott vor? Können Sie einer Vorstellung Platz einräumen oder ist es Ihnen zu abstrakt?
Als ich ein kleiner Junge war, habe ich Gott in der Kirche kennen gelernt, beeinflusst durch die alten, katholischen Traditionen. Ich habe Gott als einen gütigen, vielleicht auch strengen Mann verstanden, etwa wie meinen Großvater. So kann man sich das am ehesten vorstellen. Mein Großvater hatte auch so einen schönen Bart.
Ich habe Gott kennen gelernt als einen, der alles im Blick hat. Ich habe ihn an vielen Stellen ungerecht empfunden, weil ich nie zugeben wollte und auch nicht einsehen konnte, dass das Elend, das es gibt, von ihm zugelassen wird. Dann habe ich ihn über die Jahre ein bisschen aus dem Blick verloren. Seither bin ich nicht mehr so nah dran. Diese Erfahrung aus meiner eigenen Jugend möchte ich nicht missen.
Ich empfinde es als ein großes Privileg, in einer großen Familie aufgewachsen zu sein. Ich bin nicht unbedingt pietistisch christlich, sondern eher in großer Zuversicht und in großer Gelassenheit erzogen worden. Das möchte ich nicht missen. Ich glaube, davon geht uns heute in der Gesellschaft ein bisschen was ab.

Wie stellen Sie sich den Himmel vor?
Ich behaupte immer, alle Sozialdemokraten kommen da an. Also treffe ich alle wieder.

Wirklich alle?
Der Herr in seiner Güte wird es entscheiden. Die Auferstehung und das ewige Leben sind für mich Formeln. Ich glaube nicht wirklich dran.

Auch nicht an ein Leben nach dem Tod?
Nicht im Sinne des Sichselbstbewusstseins. Wenn etwas Anonymes übrig bleibt, was von sich selbst kein Bewusstsein hat, dann ist das etwas anderes. Aber ansonsten nein.

Wenn Sie einmal einen einzigen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich wünschen?
Dass alle Wünsche, die ich in Zukunft habe, erfüllt werden.

Sehr geschickt! Da spricht der Vermittler.

 

Aktuell

Best of 500

Ruth-Maria Kubitschek, Wim Wenders, Udo Walz.

Best of 500

Roberto Blanco, Hartmut Engler und Steffen Wink, Hella von Sinnen

Best of 500

Jürgen von der Lippe, Sandra Maischberger, Jürgen Todenhöfer

Best of 500

Xavier Naidoo, Maybrit Illner, Winfried Kretschmann

2005: Franziska van
Almsick

Olympischer Schwimmstar


Weitere Interviews

Daniel Alter
Katrin Altpeter
Thomas Anders
Prinz Asfa-Wossen Asserate
Ayman
Seine Exzelenz Monsieur Anatole Bacanamwo
Joe Bausch
Rufus Beck
Volker Beck
Ben Becker
Dr. Günther Beckstein
Caroline Beil
Ben*Jammin
Prof. Dr. Ernst Benda
Dr. Christine Bergmann
Fredi Bobic
Wolfgang Bosbach
Jonathan Böttcher
† Pierre Brice
Fabian Bruck
Prof. Dr. Michael Buback
Frieder Burda
Geraldine Chaplin
Botschafter Daniel R. Coats und Marsha Coats
Luigi Colani
Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh
Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin
Michael Degen
† Dr. Heinz-Horst Deichmann
Ulrich Deppendorf
Hauke Diekamp
Kai Diekmann
Pater Domenico
Albie Donnelly
Ray Dorset
Heike Drechsler
Burkhard Driest
Katja Ebstein
Dr. Ursula Engelen-Kefer
Hartmut Engler
Andreas Englisch
Andreas Eschbach
Dieter Falk
Veronica Ferres
Fil da Elephant
Gotthilf Fischer
Dr. Ulrich Fischer
Ottfried Fischer
Gotthilf Fischer
Axel E. Fischer
Joy Fleming
Jürgen Fliege
Best of 500
Best of 500
Best of 500
Best of 500
Teflon Fonfara
Fools Garden
Dr. Peter Frey
Amelie Fried
Dr. Michel Friedman
Peter Friedrich
Andreas Fritzenkötter
† Joachim Fuchsberger
Jürgen Fürwitt, alias Jott
Galileo
Mario Galla
Cae Gauntt
Dr. Heiner Geißler
Dr. Heiner Geißler
Petra Gerster und Christian Nürnberger
Uschi Glas
Mario Gomez
Katrin Göring-Eckardt
Jürgen Gross
Friedlinde Gurr-Hirsch
Stefan Gwildis
Matthias Habich
Peter Hahne
Corinna Harfouch
Jimmy Hartwig
Dieter Thomas Heck
Gert Heidenreich
Ala Heiler
Hans-Olaf Henkel
Tony Henry
Ken Hensley
Eva Herman
High South
Dieter Hildebrandt
Klaus Hoffmann
Prof. Dr. Gertrud Höhler
Birgit Homburger
Christiane Hörbiger
Guildo Horn
Chris Howland
Bischof Dr. Wolfgang Huber
Prof. Dr. Claudia Hübner
Eddi Hüneke
Maybrit Illner
Janina and the Deeds
† Gottfried John
Jorginho
† Hellmuth Karasek
Volker Kauder
Brendan Keeley
Kathy Kelly
Kathy Kelly
Dr. Timm Kern
Dr. Katja Keßler
Arabella Kiesbauer
Ephraim Kishon
Matthias Kleinert
Prof. Dr. Guido Knopp
2003: Sebastian Koch
Juliane Köhler
Peter Kraus
Winfried Kretschmann
2011: Winfried
Kretschmann

Dr. Gabriele Krone-Schmalz
Ruth-Maria Kubitschek
Sven Kuntze
Heinz Rudolf Kunze
Leonard Lansink
Manfred Lautenschläger
Donna Leon
Hera Lind
Caroline Link
Joachim Llambi
Andrea Kathrin Loewig
Wolf Maahn
Paul Maar
2015: Motsi Mabuse
Roland Mack
2004: Peter Maffay
Kurt Salomon Maier
Sandra Maischberger
Marie-Luise Marjan
Tony Marshall
Marc Marshall & Jay Alexander
Carlos Martinez
Henry Maske
Maybebop Pop- Quartett
Gisela Mayer
Gerhard Meier-Röhn
Hans Meiser
Reinhold Messner
Meret Meyer
Middle of the Road
Rosi Mittermaier und Christian Neureuther
Gary Mullen
Franz Müntefering
Xavier Naidoo
Dr. Rupert Neudeck
No Angels
Elisabeth Noelle-Neumann
Ulrich Noethen
Ingrid Noll
Normal Generation?
Chris Norman
Günther H. Oettinger
Mario Ohoven
Cem Özdemir
Peilomat
Phil
Hermann Poppen
Avi Primor
Seine Königliche Hoheit Bernhard Prinz von Baden
Johannes Rau
Heribert Rech
Maestro Gian Piero Reverberi
2000: Sir Cliff Richard
Sir Cliff Richard
Lars Riedel
Armin Rohde
Dr. med. Philipp Rösler
Claudia Roth
Dr. Norbert Röttgen
Wynton Rufer
Nina Ruge
Thomas Rühmann
Inga Rumpf
Barbara Rütting
Dr. Wolfgang Schäuble
Marco Schiefer
Schily
Rezzo Schlauch
Renate Schmidt
Ulla Schmidt
Doris Schmidts
Dr. Peter Scholl-Latour
Walter Scholz
Detlev Schönauer
Dietmar Schönherr
Birgit Schrowange
Martin Schulz MdEP
Alice Schwarzer
Ulrike Schweikert
Uwe Seeler
Florian Sitzmann
Werner Sonne
† Lothar Späth
Paul Spiegel
Walter Spindler
Willi Stächele
Rolf Stahlhofen
Thomas M. Stein
Bernd Stelter
Dr. Monika Stolz
Annika Strebel
2012: Christina Stürmer
Prof. Dr. Rita Suessmuth
Stephan Sulke
Jasmin Tabatabai
Horst Tappert
Erwin Teufel
The Temptations
Dr. h. c. Wolfgang Thierse
Olaf Thon
Prof. Dr. Klaus Töpfer
Ulrich Tukur
Tomi Ungerer
Franz Untersteller MdL
Sir Peter Ustinov
2005: Franziska van
Almsick

Herman van Veen
Ute Vogt
Berti Vogts
Dr. Antje Vollmer
Dr. Ursula von der Leyen
Jürgen von der Lippe
Jürgen von der Lippe
Frhr. von Gemmingen-
Guttenberg

Wolf von Lojewski
Hella von Sinnen
Margarethe von Trotta
Beatrice von Weizsäcker
Florian Wahl
Prof. Dr. Norbert Walter
Udo Walz
2014: Udo Walz
Willi Weber
Konstantin Wecker
Prof. Peter Weibel
René Weller
Wim Wenders
† Guido Westerwelle
Urich Wickert
Heidemarie Wieczorek-Zeul
† Roger Willemsen
Ron Williams
Steffen Wink
Harald Wohlfahrt
Guido Wolf
Sydney Youngblood
Andrea Zangemeister
Joana Zimmer
Dr. Robert Zollitsch
Rolf Zuckowski
Brigitte Zypries