Meret Meyer

Enkelin des Malers Marc Chagall

Meret Meyer
Meret Meyer im Gespräch mit Hanno Gerwin

Sie wurde vor allem durch ihren Großvater bekannt. Meret Meyer ist die Enkelin des weltberühmten Malers Marc Chagall. Seiner Kunst ist Meret Meyer ganz stark verbunden - ihr ganzes Leben wurde dadurch geprägt. Als Kind durfte sie ihrem Großvater Marc Chagall zuschauen, wie er in seinem Atelier malte, heute kümmert sie sich um die Erforschung seines Werks und organisiert und begleitet Ausstellungen weltweit. Meret Meyer wird aber auch zu Rate gezogen, wenn es um Beurteilungen von Bildern des Künstlers geht oder beispielsweise ein Fälschungsverdacht vorliegt. Kurz: Die Enkelin Chagalls hat sich ganz der Kunst verschrieben.

 

Frau Meyer, welches ist die wichtigste oder die für Sie schönste Erinnerung an Ihren Großvater Marc Chagall?
Die wichtigste Erinnerung ist ein Besuch an seinem Geburtstag. Der wurde alljährlich am 7. Juli gefeiert, bis zu seinem Tod. Es gab immer ein Familientreffen, ein rituelles Mittagessen, das nicht sehr lange dauerte, weil er eben Künstler war und seine Eigenart darin bestand, dass er nicht sehr viel Zeit verlieren wollte und sehr schnell wieder an die Arbeit wollte. Von 1973 an, nachdem das Chagall Museum in Nizza entstanden war, kam ein weiteres Ritual hinzu, vor dem Mittagessen eine Vernissage in seinem eigenen Museum zu besuchen. Das war im Grunde genommen ursprünglich nicht intendiert. Aber die künstlerischen Sommeraktivitäten sind nun mal die meist besuchten. Also, warum nicht an seinem Geburtstag? Es fand sich auch immer ein Minister ein. Bei den Ausstellungen handelte es sich entweder um monografische Chagall-Ausstellungen oder um solche, die in Verbindung mit biblischer Kunst standen, beispielsweise Ikonenmalerei sowie afrikanische Kunst, meistens aber ältere Kunst, die eine Inspirationsquelle Chagalls darstellte und mit ihm in Verbindung gebracht werden konnte.

Er war zu Lebzeiten schon berühmt. War er zugänglich für Sie? War er auch ein Opa für Sie?
Er war ein sehr zugänglicher Mann, trotz des Erfolgs. Wenn man den Erfolg vielleicht als eine Art Behinderung ansieht, so war das für ihn überhaupt keine Hürde. Im Gegenteil. Er ist immer der gleiche geblieben, ein einfacher Mensch. Er mochte weder Frivolitäten noch Jetset. Nein, er war ein Mensch, der vor allem und vorwiegend Künstler werden wollte, somit konnte er sich auch nicht mit Scheinheiligkeiten zufrieden geben, sondern ging immer an das Essentielle heran. Dazu gehörte für ihn die Wahrhaftigkeit und das Authentische. Er war stets in Kontakt mit Menschen, sowohl mit der Bäckersfrau, als auch der Fischerfrau wie auch mit dem Minister.

War er auch Opa?
Wir kannten natürlich nichts anderes als diesen Opa. Wir hatten ihn vielleicht zwei- oder dreimal im Jahr gesehen, weil wir in der Schweiz zur Schule gingen und er in Südfrankreich und manchmal in Paris arbeitete. Natürlich waren wir bei den wichtigen, ganz großen Ausstellungseröffnungen zugegen. Er war aber kein Opa, der sich um uns Enkelkinder gekümmert hätte. Er ging nicht mit uns in den Zirkus, obwohl er Zirkusbilder gemalt hatte und eigentlich vom Zirkus sehr viel verstand. Er sagte immer, weil wir kleine Chagalls gewesen wären, seine Enkelkinder, verstünden wir etwas von dieser Welt, von seiner Welt.

War das so? Haben Sie seine Welt von Anfang an verstanden?
Das würde ich nicht so sagen. Es hat vielleicht auch damit zu tun, dass er in Zeitbedrängnis war. Als wir Kinder oder Jugendliche waren, da war er bereits schon zwischen 75 und 80 Jahre alt. Niemand wusste, dass er noch 20 Jahre leben würde. Seine Zeit für seine Werke war ihm wichtiger als für die Enkelkinder. Wir lebten zu Hause mit seinen Werken. Also, war der Großvater immer präsent.

Weil seine Bilder da waren?
Weil ganz bestimmte Bilder da waren: beispielsweise „der Zeitungsverkäufer“, eines meiner Lieblingsbilder. Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie ich hin und wieder einen Dialog mit diesem Zeitungsverkäufer führte. Dabei dachte ich, jetzt guckt er mich wieder ganz anders an oder irgendwie traurig, oder er war irgendwie böse mit mir. Später realisierte ich, dass sein Blick nichts mit mir zu tun hatte, sondern mit der russischen Revolution. Es ist ein Glück, ein Privileg, als Kind mit Bildern dieser Qualität aufzuwachsen, Bilder, die sehr ausdrucksstark sind und täglich oder jährlich, je nach Laune oder Zustand des kindlichen oder jugendlichen Betrachters, einen anderen Ausdruck annehmen und man im Grunde genommen den Opa nicht mehr so braucht, weil sein malerisches Universum und seine Welt durch ganz bestimmte Bilder ja präsent ist.

Haben Sie ihm beim Malen zugesehen? Hat er das zugelassen?
Manchmal. Er war ganz und gar ein Maler, der bei einem schöpferischen Akt sehr viel von sich hergab, auch wenn man das Gefühl hatte, es wäre alles so leicht gewesen und es fließe so leicht vom Pinsel weg auf die Leinwand. Ich kann mich daran erinnern, dass er immer Laute von sich gab, die mehr mit einem Leidensakt erinnerten. Als Kind verstand ich das lange nicht. Ich dachte, er hätte Schmerzen oder es sei irgendwas mit ihm gewesen, bis ich dann versuchte zu verstehen, dass das mit dem malerischen Akt in Verbindung zu bringen war.

Er hat also was von sich hergegeben.
Ja. Es hatte auch mit dem Zweifeln an sich selbst zu tun, etwas aus sich heraus gestalten zu wollen, es aber auf den ersten Anhieb nicht zu schaffen. Ich selbst beschäftige mich mit dem Schreiben. Da geht es mir dann so, dass ich vor einem weißen Blatt Papier sitze, möchte etwas sagen, und es kommt nichts. Das, was kommt, ist nicht zufriedenstellend. Und dann leidet man. Mein Großvater wollte dann natürlich meistens alleine sein, auch wenn er nicht alleine war, weil er ja von allen seinen Göttern, Geistern oder wem auch immer umgeben war. Um mit seinen inneren Stimmen zu kämpfen, sie in Einklang zu bringen, musste er alleine sein.

Marc Chagall malte viele religiöse Motivein Anlehnung an die Bibel, aber auch darüber hinaus. Welche Rolle hat die Religion für ihn persönlich gespielt? War er ein sehr gläubiger Mann?
Er war natürlich ein sehr gläubiger Mann, wenn man sich darauf bezieht, was Religion heißt. Er war sehr verbunden mit dem, was ist und auch mit dem, was man nicht sieht. Er fühlte sich aber nicht verbunden mit einer religiösen Tätigkeit, die er auszudrücken sich verpflichtet fühlte, beispielsweise an den jüdischen Feiertagen in die Synagoge zu gehen. Das hat er zugenüge als Kind getan. Für ihn wurde der malerische Akt zu einem religiösen Akt, beeinflusst von seiner ganzen jüdischen Erziehung, bis er dann ein reifer junger Mann geworden ist. Daher weiß er, was Leidenschaft und eine enge Verbindung zu dem, was er gestalten will, bedeutet.

Marc Chagall malte viele christliche Motive, Themen aus dem Neuen Testament, obwohl er selbst Jude war. Wie kam er dazu, oder wie interpretieren Sie das?
Das Gestalten von Figuren und Menschen war in der jüdischen Religion untersagt, was wiederum ein zusätzliches Ringen für ihn bedeutete, weil es nicht selbstverständlich war, diese Hürde zu nehmen. So ging Chagall zu einer Darstellung christlicher Themen über, natürlich auch beeinflusst von der orthodoxen Religion und der damit verbunden russischen Volkskunst und Ikonenmalerei, wovon er in Russland umgeben war.
Die Kreuzigung ist beispielsweise in Chagalls Kunst nicht ausschließlich als christliches Motiv zu sehen. Er wählt dieses Motiv aus zwei unterschiedlichen Gründen. Zum einen steht es für die Kreuzigung Jesu', zum andern ist der Jude am Kreuz aber auch ganz direkt und unmittelbar mit der Judenverfolgung der Nazis in den 30-er und 40-er Jahren des letzten Jahrhunderts in Verbindung zu bringen. In beiden Fällen gebraucht der Künstler die Kreuzigung. Der Gekreuzigte in Chagalls Darstellung trägt im Übrigen um seine Hüften kein Lendentuch, sondern ein jüdisches Gebetstuch.

Er hat also eine Auseinandersetzung mit dem christlichen Motiv nicht ganz ausgeblendet?
Nein, natürlich nicht. Die christliche Thematik ist auf eine ganz wunderbare Art und Weise in der russischen Ikonenmalerei enthalten, mit der der Künstler natürlich immer wieder genährt worden war, ohne sich christliche Thesen anzueignen. Es geht im Wesentlichen um den metaphorischen oder symbolischen Ausdruck, den der Gekreuzigte für uns haben kann. Das christliche Kunstvokabular durfte Jahrhunderte lang immer genutzt werden, was in der jüdischen Religion im Hinblick auf künstlerischen Darstellung nicht der Fall war. Chagall brachte christliche Motive in eine jüdische Welt, jüdische Umwälzungen und revolutionsartige Geschehnisse mit ein.

Wie ist Ihre eigene Einstellung zur Religion?
Wir Kinder sind in einem Zwei-Religionen-Haushalt aufgewachsen. Unsere Mutter, Tochter des Künstlers, ist Jüdin, und unser Vater kommt aus einem christlichen Hause, wo vor allem die Kunst eine Rolle spielte. Die Kunst ersetzte die Religion. Ich würde sagen, als Kind ist das keine einfache Situation. Ich selbst befinde mich als Mutter erneut in dieser Situation, weil ich meine 13-jährige Tochter ganz bewusst unbewusst areligiös aufwachsen lasse, sie aber mit zwei Religionen konfrontiere. Ich gebe keine Präferenzen welche der beiden Religionen die bessere sei. Ich habe mich auch sehr mit der Judenverfolgung und der Wiedergutmachung auseinandergesetzt, auch mit der Situation der jüngeren Generation, sich nicht damit auseinander zu setzen.

Was bedeutet das für den persönlichen Glauben? Findet man einen Weg, um die Distanz zwischen beiden Religionen zu überbrücken?
Der Glaube bei mir ist da, ohne dass ich sagen kann, er sei einfarbig. Er ist sicher mehrfarbig, vermischt mit Düften, Farben, ganz bestimmten Klängen, die natürlich dann auch mit der Kunst dann zu tun haben. Das Jüdische hat bei mir mehr mit Lebensart, Lebenswelt und Humor zu tun, mit Literatur, der schöpferischen, künstlerischen Kraft, mit Musik und deren Interpretation. So trete ich kontinuierlich mit dem jüdischen Glauben in Verbindung, ohne dem Glauben ein ganz bestimmtes Gesicht aufzusetzen. Ich möchte im Grunde nicht in eine Schublade gesteckt werden, in eine Kirche oder Synagoge. Ich gehe sehr gerne sowohl in eine Synagoge wie auch in eine Kirche, aber nur, wenn die Atmosphäre wirklich diesem Glauben oder diesem Gefühl, das der Glaube auszudrücken vermag korrespondiert.


Also, da sind Sie dann so frei, wie der Künstler selbst?
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Wenn Sie einmal einen einzigen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich wünschen?
Ich wünschte mir, dass das Werk Chagalls in Hundert Jahren - oder in 120 Jahren, um eine jüdische Glückszahl zu nennen - andere Menschen aus anderen Gründen, die heute schon impliziert sind und innerhalb der Bilder wahrgenommen wurden, glücklich machen wird.

 

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