Heinz Rudolf Kunze

Deutschrocker und Poet

Heinz Rudolf Kunze
Heinz Rudolf Kunze im Gespräch mit Hanno Gerwin
Heinz Rudolf Kunze im Gespräch mit Hanno Gerwin

Der deutsche Rockmusiker gewann schon so manchen Lyrikpreis und ist somit auch ein rockender Poet. Heinz Rudolf Kunze bestimmt inzwischen seit über 25 Jahren die deutsche Rockszene mit. Mit „Dein ist mein ganzes Herz“ und „Finden Sie Mabel“ hatte er in den 80ern riesige Hits, und auf der CD „Das Original“ veröffentlichte er in alter Besetzung puren Rock in bester deutscher Sprache. Heinz Rudolf Kunze schrieb aber auch die deutsche Fassung großer Musicals, wie beispielsweise zu „Les Misérables“ und „Miss Saigon“. Aus seiner Feder stammt vor allem hochwertige, intelligente und kreative Lyrik.

 

Heinz Rudolf Kunze, Ihre Lyrik ist präzise, verständlich, regt zum Nachdenken an, stets verbunden mit einem kleinen Aha-Erlebnis. Wie kommen Sie zu Ihren Texten?
Diese Frage ist legitim und wird mir auch oft gestellt, ist aber sehr schwierig zu beantworten. Ich schreibe fast jeden Tag, das ist ein fester Bestandteil in meinem Leben und halte täglich irgendetwas schriftlich fest. Ob das hinterher eine weitere Form annimmt, entscheidet sich nicht immer sofort. Aber es ist ein kontinuierlicher Prozess. Ich protokolliere, was hoffentlich nicht nur mich, sondern auch viele andere Leute beschäftigt. Und ich habe nun mal das Privileg, dass ich über diese Dinge beruflich nachdenken darf.

Es gelingt Ihnen ganz besonders, die Dinge auf den Punkt zu bringen.
Es ist aber auch ein bisschen Übung dabei.

Denken Sie über manche Formulierungen ganz konkret nach oder fallen Ihnen manche ganz spontan ein?
Eigentlich immer spontan. Ich bin überhaupt kein guter Autor, wenn es darum geht, ein Programm abzuarbeiten. Ich fange einfach an. Man könnte es mit dem Saxophonspielen im freieren Jazz vergleichen. Da ist irgendein Motiv, ein Wort, ein Bild was mich irgendwie anlacht. Das schreibe ich dann auf beobachte, was passiert. So verrückt es sich auch anhören mag, ich entdecke das Eigentliche erst beim Schreiben.

Über die meisten Popstars sagt man, dass sie letztlich über die eingängigen Melodien bekannt wurden, erst hinterher entdeckte man ihre Texte. Ist das bei Ihnen anders?
Bei mir ist der Text sehr wichtig, das heißt aber nicht, dass wir uns bei der Musik weniger Mühe geben, im Gegenteil: Es erfordert sehr viel Arbeit, diese Texte klanglich zu illustrieren. Darum gehe ich auch etwas chamäleonartig vor, indem ich sehr unterschiedliche Musikstile benutze, weil mich die Texte einfach dazu provozieren.

Ein Wort verlangt also nach einem bestimmten Rhythmus?
Ja, nach einem bestimmten Klang, einer bestimmten Exotik, einer bestimmten Farbe. Da ich immer gute Leute, immer gute Bands habe, die sehr viel können war das für sie auch immer eine Herausforderung, alles auszuprobieren was in den Fingern juckt.

Ein Zitat des Schriftstellers und Dramatikers Botho Strauss lautet: „Vernichtung des falsch Bestehenden nicht durch Kritik, wie es unsere moderne Kampfart geworden ist, sondern durch Schöpfung.“ Das charakterisiert und skizziert auch die Musik, die Sie unlängst mit dem Titel „Das Original“ herausgebrachten.
Ja, ich benutze des Öfteren Zitate von Botho Strauss, den ich für den bedeutendsten lebenden deutschen Stilisten halte.

Was heißt das, durch Schöpfung, neu machen?
Es bedeutet, dass diese typische Art des Krittelns, des Analysierens und Zerpflückens in den letzten Jahrzehnten in Deutschland eine Art öde Mechanik geworden ist, ein Selbstläufer. Man zweifelt an allem, ist aber nicht bereit, überhaupt den Versuch zu machen, eigene positive Werte zu setzten. Das ist zwar schwer, ist aber die eigentliche Herausforderung für jeden Künstler, durch ein Werk, das in sich eine geschlossene Welt darstellt, dem schlechten Bestehenden etwas Schöneres entgegen setzt.

Das Kritteln stört Sie?
Es reicht jedenfalls nicht. Es darf nur eine Vorstufe sein.

Sind Sie Mann der Tat?
25 Alben, 25 Tourneen, vier Musicals, acht Bücher - ich glaube ja.

Sie setzen sich auch mit der Kirche und dem Christentum auseinander. Sind Sie ein gläubiger Christ?
Das wäre wohl zuviel gesagt. Ich bin ein Sympathisant. Ich bin nie ausgetreten aus der Evangelischen Kirche und habe mich immer wieder mit theologischen Fragen beschäftigt. Zum einen, weil es reizvoll ist und man als Autor an den biblischen Geschichten und Bildern gar nicht vorbeikommt, wenn man diesen Job richtig machen möchte und zum andern, weil ich seit meiner Schulzeit von theologisch interessierten Leuten umgeben bin. Zwei meiner fünf besten Freunde sind Pastoren. Ich habe wunderbare Erinnerungen an meine Studienzeit. Die wildesten und schönsten Zeiten hatte ich nicht mit meinen Kommilitonen der Germanistik und Philosophie, sondern mit meinen beiden Kumpels, die Theologie studierten. Wenn man zwei enge Freunde hat, die den Lebensweg des Pfarrers einschlagen, stehen natürlich auch immer wieder theologische Debatten und Fragen im Raum. Insofern hat mich das immer umgeben. Ich selbst habe sicherlich viele Zweifel und bin mir nicht ganz sicher, ob es den lieben Gott gibt. Aber ich würde es gerne unterstellen dürfen.

Sie haben über den lieben Gott Gedichte geschrieben, eines davon lautet „Alltag im Paradies“. Darin heißt es: „Der liebe Gott macht sich Notizen auf roten, herzförmigen Zetteln./ Der liebe Gott trägt lange Unterhosen bis in den Mai und lernt portugiesisch an der Volkshochschule./ Der liebe Gott bekommt noch immer viel Fanpost, meist von ganz jungen Mädchen./ Sie wollen wissen, was für Musik er am liebsten hört und wann er mal wieder nach Deutschland kommt.“
Ich habe den Eindruck, Sie nehmen den lieben Gott nicht ganz so ernst.

Doch, tue ich schon. Es gibt auch andere Gedichte, in denen ich weniger schmunzelnd mit ihm umgehe und dann doch mit ihm hadere und ihm etwas ernstere Fragen stelle. Aber ich vermute mal, wenn es ihn gibt, dann hat er Humor und wird bei diesem Gedicht schmunzeln.

Wie würden Sie ein Bild von Gott malen?
Das ist keine so leichte Frage und darauf gebe ich eigentlich tendenziell immer diese jüdische Antwort, dass man sich kein Bild machen soll. Jedes Bild von der Nordsee oder jedes Bild von einem Hügel im Schwarzwald ist - um es mit dem Philosophen Baruch Spinoza zu sagen - auch ein Bild von Gott.

Also würden Sie ein leeres Blatt abgeben?
Nein, ich würde einfach „Welt“ malen, alles, was nicht nichts ist.

Das ist eine schöne Bezeichnung. Wovor haben Sie Angst?
Vor dem Sterben. Ich empfinde es nach wie vor noch als Skandal, dass ich irgendwann aufhören muss, aber das teile ich ja wohl mit allen anderen Menschen. Mir ist noch kein anderer Fall bekannt, und mit dem Tod bin ich noch nicht so ins Reine gekommen. Das ist eine Schwelle, vor der wohl jeder Mensch Muffensausen hat. Egal, ob er sich dieser Frage stellt oder sie verdrängt. Dann wäre es natürlich schön, diese Sicherheit zu haben, die ein richtig gläubiger Mensch hat, ganz ruhig darauf zuzugehen und für sich ausgemacht zu haben, dass danach was kommt. Ich bin mir da nicht so sicher, aber ich hoffe es auch.

Spielt das Alter für Sie eine Rolle? Mit 50 hat man in gewisser Weise eine magische Grenze erreicht. Wie geht es Ihnen damit?
Ja, merkwürdig. In meinem Beruf wird man anders 50 als in einem normalen, bürgerlichen Leben. Ich stehe vielleicht nicht so sehr unter Druck wie manch ein anderer Kollege, der meint sich aufführen zu müssen wie ein Berufsjugendlicher. Trotzdem ist es ein Beruf, der auch immer Kontakt zur Jugend bedeutet und die Pubertät unglaublich verlängert. Das überein damit zu bekommen, dass man zumindest objektiv und an der Jugend gemessen alt ist, stellt nicht ganz einfach dar.

Aber Mick Jagger könnte Ihnen beispielsweise gewiss Trost spenden. Der ist ja zehn Jahre älter.
Ja, solange es noch Kollegen gibt die älter sind als ich und die Gitarre immer noch halten können, habe ich auch noch Mut.

Was würden Sie gerne mal tun, wenn Sie die Möglichkeit dazu hätten?
Es würde auf alle Fälle mit künstlerischen Neigungen zu tun haben. Ich würde sehr gerne mal ausprobieren, ob ich auch eine Rolle spielen könnte, in einem Fernseh- oder Kinofilm. In einem Kinderfilm von Herman van Veen durfte ich einmal vor vielen Jahren einen bösen Bankdirektor spielen. Das machte mir viel Spaß.

Und wie wäre es mit einer Musicalrolle? Dazu haben Sie ja eine starke Beziehung.
Das reizt mich nicht, weil mich die Vorstellungen zu lange an einen Schauplatz binden würden. Es ist ein sehr schönes Gefühl, wenn man ein Musical geschrieben hat und sieht wie es von anderen zum Leben gebracht wird. Da sitze ich gerne am Rand im Zuschauerraum, gucke mir das Stück an und freue mich über die kleine Modelleisenbahn, die dann zu laufen anfängt.

Womit kann man Sie ärgern?
Mit Vorwürfen, die ich nicht für zutreffend halte. Aber ich bin jetzt wie gesagt 25 Jahre in diesem Beruf, und man kann mich auch damit nicht mehr so sehr ärgern wie noch vor zehn oder gar 15 Jahren.

Und was machen Sie, wenn man Sie doch zum Ärgern bringt?
Ich bin relativ gut erzogen, kleinbürgerlich und streng. Meistens bleibe ich höflich und reagiere mich irgendwann später ab, wenn's keiner sieht.

Sind Sie nachtragend?
Ja, sehr. Ich habe ein Elefantengedächtnis - merke mir aber auch das Gute.

Wenn Sie einmal einen einzigen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich wünschen?
Ich würde mir wünschen, noch mal 18 zu sein, allerdings mit dem Wissen von heute, also nicht genauso blöd wie damals. Ich würde schon gerne noch mal Musiker und Autor werden, vielleicht aber den einen oder anderen Fehler und so manche blutige Nase vermeiden. Alles in allem hatte ich keinen schlimmen Weg und bin auch nicht in große Gefahr geraten, aber ein paar Dinge würde ich schlauer gestalten, mehr Spaß haben und die Kräfte an den richtigen Stellen einsetzten und nicht vergeuden in Situationen, in denen es keinen Sinn macht.

 

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