Hauke Diekamp

den Kinokinderstar

Er ist auf dem Weg, ein Kinderstar im Kino zu werden. Hauke Diekamp ist der Hauptdarsteller in der Neuverfilmung von Erich Kästners Kinderroman "Das fliegende Klassenzimmer". Bei einem Casting wurde er unter fast 1000 Jugendlichen ausgewählt, um den "Jonathan" zu spielen, den Anführer der Jungen im Internat. Er muss als neuer Schüler Vertrauen und Freundschaft gewinnen. In Bremen geboren, lebt Hauke Diekamp heute in Dresden, wo er ein evangelisches Gymnasium besucht.

 

Hauke Diekamp, die Rolle des Jonathan war deine erste große Rolle. Wie ist es dazu gekommen?
Durch ein Casting in meiner Schule. Ich ging hin weil ich dachte, es kann ja nichts schaden. Mach einfach mal! Zunächst klappte es nicht, doch Ende August hieß es dann: "Komm doch noch mal!"

Du kamst also in die engere Auswahl. Hat man gleich gesagt: "Das ist der Jonathan?"
Nee, sie konnten sich auch dann nicht entscheiden, wen sie nehmen sollten. Ich wurde ein weiteres Mal nach München eingeladen, dann hat's doch geklappt.

War das sehr aufregend?
Ja. Es war komisch.

Ist es ein Traum von dir, Schauspieler zu werden, oder ist das durch Zufall zu Stande gekommen?
Es war eine Art Zufall aber jetzt ist es mein Traum geworden.

Als Filmzuschauer habe ich mir gedacht, Hauke Diekamp spielt wie ein Profi, man merkt nicht, dass er zum ersten Mal vor der Kamera steht. Wie ist das, wenn man irgendjemanden spielen muss?
Wie gesagt, für mich war es das erste Mal, dass ich vor der Kamera stand. Aber das Team war super nett. Das hat mir die Angst genommen.

Schauspieler haben Schauspielschulen besucht, das hast du noch nicht. Wenn du auf Befehl irgendwas spielen musst, wie z.B. Ärger oder Wut,. Wie machst du das?
Wir hatten Coaching. Da hat man das schon mal durchgeprobt.

Steigert man sich gedanklich hinein?
Auch. Am Schlimmsten ist das Schreien. Ich hasse die Szene, in der ich dem Justus hinterher schreie! Natürlich muss man sich selber reinsteigern, sonst wird es vom Gesichtsausdruck, von der Mimik nichts.

Ist es dir leicht gefallen?
Mittelmäßig. Man braucht natürlich größere Konzentration als sonst.

Liegt dir das?
Ja. Auch Ulrich Noethen hat mir geholfen. Er meinte: "Mach's am Besten so und so, dann ist es für mich leichter und für dich auch." Das hat geholfen!

Wie dicht ist die Handlung am Schulalltag dran? Du bist ja einer, der es wirklich beurteilen kann. Ist "Das fliegende Klassenzimmer" realistisch oder lediglich Fiktion?
Jein! Zum Einen spielt die Geschichte in einem Internat. In einem realen Internat gibt es jedoch einen noch viel geregelteren Ablauf als im Fliegenden Klassenzimmer.

Was den Zusammenhalt untereinander oder das Thema Freundschaft angeht, so haben die Kinder in dem Film recht hohe Ideale. Ist das in Wirklichkeit auch so oder macht jeder was er will?
In meiner Schule weiß keiner so genau, was er mal werden will, außer mir vielleicht. Bestimmte Ziele, die sich die Leute in den Kopf setzen, gibt's nicht so oft.

Und wie steht es um das Ideal der Freundschaft, dass man für einen anderen die Backen rot hauen lässt und derb kämpft?
Leider verliert sich das ein bisschen, was ich doof finde! Ich würde eher dazu für ein Ideal zu plädieren, wie es im Film dargestellt wird.

Hast du gute Freunde?
Jo!

Und würdest du auch für diese deinen Kopf hinhalten?
Ja, ja! Schon.

Wie kann man dich verletzen?
Da braucht es schon ein bisschen mehr, bis es einen auffrisst. Wenn man etwas für jemanden getan hat und dieser es nicht wert schätz, das ärgert mich und denke: Hey, Mann! Bist du nun mein Freund oder nicht? Ich bin jemand, der darüber redet, wie der Jonathan.

Liegt dir die Rolle? Entspricht sie in etwa deiner Persönlichkeit?
Ja, klar!

Wie haben denn die Lehrer reagiert?
Mine Klassenlehrerin fand das ganz O.K. Und da der Kreuzchor öfter freigestellt werden musste, war das nichts Neues für die.

Bislang kannten dich nur deine Freunde. Jetzt kommt der Film ins Kino, dann bist du ganz schnell ein Star! Was ändert sich?
Tja, dass man vielleicht bekannter ist. An mir selber ändert sich nichts. Das will ich auch gar nicht. Ich bin Hauke, ganz normal, nur, dass ich vielleicht noch ein besonderes Hobby habe oder eine Leidenschaft.

Spürst du Neid bei deinen Freunden?
Im Moment nicht. Meine Freunde haben ganz gut reagiert und waren nicht neidisch.

Nehmen dich die Lehrer jetzt besonders streng dran, nach dem Motto: Wir haben einen Vorzeigeschüler?
Nach der sechsten Klasse wechselte ich das Profil, bin nun in einer neuen Klasse und habe auch neue Lehrer. Die wissen zum größten Teil gar nicht, dass ich in einem Film mitgemacht habe.

Das ist ja ganz praktisch Wie haben deine Eltern drauf reagiert? Sind deine Eltern ehrgeizig, was dich angeht?
Die lassen mich meinen Beruf selber auswählen. Sie hatten schon ein bisschen Angst: "Was kommt da auf meinen Sohn zu?" Trotzdem haben Sie mich ziemlich gut unterstützt.

Also freuen sie sich darüber, dass es geklappt hat, dass du in dem Film mitspielen konntest. Hast du Geschwister?
Ja, einen Bruder. Der ist jetzt 20.


Wie sieht er das, wenn der kleine Bruder zum Kinostar wird?
Ich denke, er sieht mich wie immer, als seinen Bruder. So möchte ich das auch sehr. Ich will nicht besonders groß sein, denn ich bin Hauke.

Verkraftest du das denn auch, ohne irgendwann abzuheben und vielleicht auch übermütig zu werden? Das könnte ja passieren.
Ich möchte nicht abheben, denn ich will ja nicht abstürzen. Insofern wird mir das hoffentlich nicht passieren.

Du gehst in ein evangelisches Gymnasium. Was ist das Evangelische an dieser Schule und was ist daran besonders?
Zunächst war es eine staatliche Schule. Sie ist dann in eine evangelische Trägerschaft übergegangen. Es finden jetzt Auswahlgespräche mit den Schülern statt. Man kann keine Ethik mehr wählen sondern hat als Grundfach evangelische oder katholische Religion.

Wie stehst du dazu? Findest du das gut?
Ich denke, es macht keinen großen Unterschied, ob man Ethik- oder Religionsunterricht hat. Wir haben gerade das Thema Islam behandelt, und das wird in beiden Fächern gleich behandelt. Manches ist zwar anders, aber das sehe ich gar nicht mal negativ.

Bist du evangelisch oder katholisch?
Ich bin evangelisch und besuche momentan den Konfirmandenunterricht.

Ah, ja! Und wie wirst du von den anderen Konfirmanden gesehen?
Die sehen mich als Hauke.

Zur Konfirmation zu gehen, ist ja in Dresden nicht so ganz selbstverständlich. In der ehemaligen DDR es die Jugendweihe. Wie ist das jetzt mit dem Konfirmandenunterricht? Nehmen alle daran teil? Oder ist es was Besonderes?
Es sind ziemlich viele, die zum Konfirmandenunterricht gehen. Er geht über zwei Jahre.

Und was macht ihr da so?
Wir lernen das Glaubensbekenntnis und all so was, was man wissen sollte.

Was ist das Gute daran?
Das Gute daran ist, dass man es mit Freunden zusammen macht.

Es geht ja auch darum, dass man Ideale einübt. Macht ihr das auch im Konfirmandenunterricht?
Nee, es ist eigentlich ganz locker.

Stichwort „Weihnachten“. Das spielt auch im Film eine Rolle. Wie feierst du Weihnachten?
Ganz normal in der Familie, mit Tannenbaum. Wir gehen meistens dann auch in die Kirche.

Wie ist es mit Geschenken? Was wünschst du dir?
Ich wünsche mir einen CD-Player, damit ich, wenn ich zu einer Premiere fahre, meinen eigenen CD-Player habe. Und Bücher, CDs, was man sich eben so wünscht.

Viele kritisieren den Weihnachtsrummel und den Stress, der damit verbunden ist. Wie siehst du das?
Natürlich ist es Marketing. Aber die Tradition von Weihnachten an sich, die finde ich gar nicht mal so schlimm. Aber dass man zusammen Weihnachtseinkäufe macht, so viel Trubel muss nicht immer sein.

Wenn du einmal einen richtig großen Wunsch frei hättest, was wäre das?
Ich will zwar Schauspieler werden, aber das möchte ich selber schaffen, ohne irgendwelche Hilfe. Was wünsche ich mir? Hm... Da gibt's nicht so viel.

Dann bist du im Moment ganz zufrieden?
Jo!

 

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