Gert Heidenreich

Schriftsteller, Journalist, prominenter Sprecher

Gert Heidenreich ist Schriftsteller, Journalist und prominenter Radiosprecher, der auch zahlreichen Hörbüchern seine Stimme gegeben hat . 1944 in Eberswalde bei Berlin geboren, lebt er seit vielen Jahren in der Nähe von München. Gert Heidenreich hat für seine Arbeit zahlreiche Preise bekommen: Den begehrten Grimme Preis, den Literaturpreis der Stadt München, den Phantastik-Preis, die Goldene Medaille des Bayerischen Rundfunks u.a.m. Anfang der 90er Jahre war Gert Heidenreich Präsident des deutschen P.E.N. Clubs. Sein neuestes Buch setzt sich mit den Schattenseiten der Religion auseinander: ein Krimi im Milieu ultrakatholischer Fundamentalisten und Geheimbündler.

 

Herr Heidenreich, das klingt sehr dunkel und spannend.
Den ersten Reaktionen nach scheint die Spannung wirklich hoch zu sein. Das weiß man ja als Autor nie so genau, wenn man das Buch gerade fertig hat. Aber die ersten Außenreaktionen der Leser sind sehr angenehm. Und dann ist da ja noch die Frage der religiösen Grundierung des ganzen Buches, die sie bereits angesprochen haben. Es wurde gleich gesagt, das Buch ginge in die Richtung von Dan Brown, aber das stimmt natürlich nicht. Ich nehme die Wirklichkeit.

Kann man also sagen, Ihr Buch ist viel wirklichkeitsgetreuer?
Die Wirklichkeit ist abgründig und dunkel genug, da brauche ich keine mystische Konstruktion.

Und wie haben Sie sich in diese Wirklichkeit eingearbeitet? Das setzt ja profunde Recherchen voraus.
Man muss sehr gründlich recherchieren. Wenn man wirklich mal in die Tiefen zu den richtigen Adressen vordringt, muss ich sagen, dass das Internet dabei sehr hilfreich ist. Das Erstaunliche ist, dass sowohl innerhalb der katholischen Kirche, als auch jenseits des Randes doch zahllose Gruppierungen existieren, die ein so fanatisches, fundamentalistisches Verhältnis zu der Religion und dem Katholizismus vor dem zweiten vatikanischen Konzil haben. So dass meine Idee, das Ganze eine Drehung weiterzudenken, notwendigerweise zu einer neuen Inquisition führen musste.

Man weiß ja von dieser englischen Gruppe, die auch viele Probleme für Papst Benedikt gebracht hat. Haben Sie die Gruppen denn auch in Deutschland gefunden?
Mir ist völlig unverständlich, wie Papst Benedikt die Piusbrüder mit Williamson wieder in die Kirche holen konnte, nachdem sie zu Recht draußen waren. Aber das sind gar nicht die Schlimmsten. Es gibt weltweit in vielen Ländern sogenannte „Deliverance Ministries“. Das sind Gruppierungen mit Priestern, die innerhalb der Kirche sind und die auf ganz radikale Weise alles ablehnen, was zum modernem fortschrittlichem Leben gehört. Zum Beispiel gleichgeschlechtliche Partnerschaft, die wir akzeptieren oder Abtreibung, die wir in bestimmten Fällen akzeptieren. Das wird alles für Teufelszeug gehalten und man sieht in den USA, dass das auch gelegentlich mit Gewalt bekämpft wird. In Deutschland und Österreich gibt es natürlich auch solche Gruppierungen, die zwar nicht immer sehr groß sind, aber wirksam. Und deshalb habe ich mich dafür entschieden, dieses Thema zu einem spannendem Krimi zu machen.

Das wäre jetzt meine Frage gewesen, warum wollten Sie das?
Wir schauen immer zu Recht auf den islamischen Fundamentalismus, denn der bedroht nicht nur die aufgeklärte Welt, sondern auch den eigenen Islam. Wir bemerken zu wenig, dass es in vielen Religionen fundamentalistische, fanatischen Tendenzen gibt, die die gewachsene Toleranz des letzten halben Jahrhunderts wieder wegräumen. Wir befinden uns auf einem Weg zurück, vor dem man nur dringend warnen kann.

"Das Fest der Fliegen" ist eigentlich ein Science-Fiction-Krimi. Aber könnte das Alles auch tatsächlich wahr sein?
Williamson und die Pius Brüder oder die noch konservativeren Petrus Brüder äußern ja sogar öffentlich einen vehementen Antisemitismus. Und da habe ich einfach in der Konsequenz ein Stückchen weitergedacht und daraus folgt die Inquisition. Diese Engelslegionen habe ich tatsächlich erfunden, die gibt es unter diesem Namen also nicht. Diese Engelslegionen entscheiden sich dazu in unserer heutigen Gesellschaft, die auch von vielen als neuheidnisch bezeichnet wird,die Menschen umzubringen, von denen sie glauben, sie seien Werkzeuge des Teufels. Der Kriminalkommissar weiß das Alles erst einmal nicht. Da sind offenbar Serienmörder am Werk. Aber die Toten haben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun, bis auf die Tatsache, dass sie gleichartig denken und gleichartig von den Fundamentalisten als Werkzeuge des Teufels denunziert werden, die unsere Seelen verderben.

Wie haben die Priester und Mitglieder der katholischen Kirche darauf reagiert, wenn sie mit ihnen gesprochen haben?
Ich habe ehrlich gesagt nur mit einem katholischen Theologen darüber geredet, der selbst schon vor längerer Zeit aus der Kirche ausgetreten war. Der kannte sich sehr gut sowohl innerhalb der katholischen Kirche als auch in Rom aus. Diese Engelslegion, die da mörderisch auftritt, habe ich ganz bewusst unabhängig kooperieren lassen und nicht eng an den Vatikan angebunden. Am Ende des Buches erfolgt ein leichter Hinweis, dass es auch in den Vatikanischen Gremien Sympathisanten dafür geben könnte. Das ist aber auch schon alles, was ich mir da geleistet habe an Nähe zur jetzigen Kirche. Trotzdem glaube ich, dass es auch die Piusbrüder Sympathisanten in gewissen Gremien des Vatikan haben. Und natürlich mussten alle katholischen Litaneien, Mariengebete, auch der Exorzismus, der in diesem Buch praktiziert wird, also das Ritualum Romanum, das musste alles stimmen. Das habe ich kontrollieren lassen von diesem Theologen. Diese Formeln mussten natürlich gekürzt werden, die waren einfach zu lang für einen Roman. Und da das konservative Leute sind, sind die Gebete und Formlen alle auf lateinisch, die wurden aber weitgehend im Buch übersetzt.

Das Buch ist ja keine Abrechnung mit der katholischen Kirche. Aber wie ist ihr Verhältnis zur Kirche?
Nein, in erster Linie ist es ein Kriminalroman und keine Abrechnung mit der katholischen Kirche. Ich bin ja auch nicht katholisch, sondern evangelisch und die Evangelikalen haben ja auch ihre Probleme in dieser Hinsicht. Es ist neben der Kriminalstory eine Warnung davor, was sich am Rand der Kirche tut und sich rechtzeitig abzugrenzen. Die Tendenz bei Ratzinger, alle wieder einzugemeinden, halte ich für sehr gefährlich. Wir haben ohnehin eine Abnahme an Toleranz in der Gesellschaft, nicht nur in den Kirchen, sondern auch in den Parteien und in der allgemeinen Ansicht von der Gesellschaft in der Bürgerschaft. Wir müssen aufpassen, dass wir die Errungenschaften von wechselseitiger Akzeptanz und Toleranz und aufgeklärter Fortschrittlichkeit, nicht wieder verlieren.

Sie stellen ja eine klare gesellschaftliche und politische Forderung auf. Wie tragen Sie das jetzt in die Kirchen hinein, um darüber zu diskutieren?
Ich bin sehr gerne bereit über den kriminellem Hintergrund des Romans zu diskutieren. Das tue ich sehr gerne, denn ich habe durch meine umfänglichen Recherchen so viel Hintergrundwissen, dass ich Vieles gezielt hinterfragen kann. Das Beispiel Piusbrüder in der katholischen Kirche war ein Thema für die Presse. Der Vatikan hat sich mit zwei mageren Äußerungen dazu zu Wort gemeldet. Ich bin jederzeit bereit innerhalb der Kirche mehr Diskussionen anzuregen.

Jetzt frage ich aber, was glauben Sie selber?
Oh, das ist schwierig. Was ich selbst glaube ist erst einmal meine individuelle Privatsache. Ich habe aber einmal in einer Diskussion sehr arrogant gesagt, ich sei zu intelligent, um Agnostiker zu sein. Für mich gilt die Grundfrage von Leibnitz „Warum ist überhaupt etwas und nicht viel mehr nichts?“ Und wenn man diese Frage weiter denkt, kommt man an einer schöpferischen Kraft nicht vorbei.

Also kann man sagen, dass Sie an Gott glauben?
Ich glaube an eine Art Kraft, ich weiß nicht ob man das Gott nennen kann. Die Welt ist mir aber nicht erklärlich ohne eine solche Schöpfungskraft im Ursprung. Ansonsten glaube ich sehr an die Evolution. Ich bin aber kein Kreationist.

Denken Sie, dass Sie in der katholischen oder der evangelischen Kirche für Ihr Anliegen Verbündete finden würden?
Ich glaube das schon. Wenn diese Frage der Fundamentalisierung, Fanatisierung und abnehmenden Toleranz innerhalb der Kirchen mal zur Diskussion führt, dann werden sich auch diejenigen melden, die genau die selben Sorgen haben wie ich. Und die können das wahrscheinlich auch noch besser begründen als ich, weil sie sich innerkirchlich besser auskennen. Das ist nur noch nicht der Fall. Vor allen Dingen erst einmal will ich Leser gewinnen, die das Buch aufgrund der Spannung lesen und nicht aufgrund der gesellschaftspolitischen Ansichten. Ein Buch geht für mich im Kopf dort los, wo es zu Ende ist. Also wenn ich ein gutes Buch lese, es anschließend weglege und ich habe es am nächstem Morgen vergessen, dann ist das für mich kein relevantes Buch. Und so hoffe ich, dass man diesen Kriminalroman möglichst in einem Rutsch durchliest, weil er so spannend ist. Ihn danach aber nicht einfach weglegen kann, sondern darüber nachdenkt, ob das nicht eigentlich ein Teil unserer Realität ist. Und wenn das Nachdenken los geht, dann glaube ich, können wir auch innerhalb der Kirchen eine neue Diskussionskultur schaffen.

Sie haben sich ja mit der Theologie auch beschäftigt, das merkt man dem Buch an. Was ist Ihnen denn an der Theologie im positiven Sinne wichtig? Was ist Ihnen an einem Buch wie der Bibel wichtig?
Die Bibel ist neben dem großartigem literarischen Zeugnis natürlich eine unerschöpfliche Quelle für menschliche Verhaltensweisen, Schicksale, Konflikte, Grundkonflikte. Nehmen wir als Beispiel die Hiobssituationen. Ich finde, dass die Bibel viel zu wenig gelesen wird.Dabei können wir sowohl aus ihr als auch aus der späteren säkularen, profanen Literatur Beispiele entnehmen, welche Situationen im Leben der Menschen entstehen. Viele Jugendliche, die keine Geschichten aus der Literatur oder der Bibel kennen, stehen mit Sicherheit irgendwann vor den selben Problemen in ihrem Leben. Sie erleben Verlust, Eifersucht oder fühlen sich zurück gesetzt. Und dann sind sie nicht auf diese Situationen vorbereitet und denken sie wären die Einzigen, denen das geschieht. Sie könnten zum Beispiel aus vielen Geschichten der Bibel lernen, dass diese Art von Konflikten und dunklen Augenblicken schon immer Teil des Lebens aller war. Ich benutze jetzt einmal die Bibel in diesem pädagogischen Sinne dafür. Wenn man diese Geschichten liest, kann man daran teilhaben, indem man sich mit den Figuren identifiziert und auch durchleben, was da in diesem Menschen geschieht. Dann ist man in seinem Leben nicht mehr ganz so unvorbereitet, wenn es dann persönlich passiert. Ich lese eigentlich seit ich vierzehn, fünfzehn war immer wieder in der Bibel und bin immer wieder erstaunt von der Wucht dieser Geschichten. Insofern sollte die Bibel eine viel wichtigere Rolle im Schulunterricht spielen, als sie es im Moment tut.

Denken Sie, man könnte eine Fortsetzung des Romans im evangelischen Raum schreiben? Oder würden Sie sagen der Protestantismus ist vor einer derartigen Form des Fundamentalismus eher gefeit?
Ich glaube er ist es nicht. Es existieren bestimmte Missionseinrichtungen, wo junge Leute animiert werden gerade in islamischen Ländern missionarisch aufzutreten. In einem kleinen Animationsfilm von dieser Einrichtung wird die Frage gestellt, ob es sich nicht lohne dafür sein Leben zu geben. Und da sind wir schon an der fundamentalistischen Ecke. Wenn man also dabei stirbt, wird einem eine Belohnung in Aussicht gestellt in einer Welt jenseits des Todes. Das sind Strömungen und Tendenzen, vor denen der Protestantismus eigentlich gefeit seien müsste. Denn bestimmte Reformen hat er schon lange hinter sich. Und in der katholischen Kirche sind sie noch immer umstritten. Aber eine Radikalisierung und eine Fundamentalisierung ist dort genauso möglich und muss genau so diskutiert werden.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was wäre das?
Ich habe einen ganz kleinen Wunsch, nämlich dass ich endlich mal Zeit, Unabhängigkeit und genug materielle Unabhängigkeit hätte, um meiner anderen Art der Welt zu begegnen wirklich wieder viel Zeit widmen zu können und das ist Malen. Deshalb malt auch der Komissar in meinem Roman. Ich habe ja als Maler begonnen lange bevor ich angefangen habe zu schreiben. Das ist nach wie vor etwas, was mir einfach fehlt, denn ich kann die Zeit nicht multiplizieren. Ich schreibe meine Bücher, ich arbeite als Sprecher und das Malen ist sehr sparsam geworden. Und ein Jahr lang nur malen und nicht schreiben, ich glaube das würde mir gefallen.

Vielen Dank für das Gespräch, Gert Heidenreich.

 

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