Friedlinde Gurr-Hirsch

Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung und ländlichen Raum (CDU)

Friedlinde Gurr-Hirsch
Friedlinde Gurr-Hirsch im Gespräch mit Hanno Gerwin
Friedlinde Gurr-Hirsch im Gespräch mit Hanno Gerwin

Sie stammt aus einer Landwirts- und Weingärtnerfamilie und ist dieser Herkunft bis heute verbunden. Friedlinde Gurr-Hirsch ist Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung und ländlichen Raum sowie CDU-Mitglied im Landtag von Baden-Württemberg. Sie ist Fachfrau im Bereich Ernährung, Gesundheit, Vorsorge und einige andere mehr. Schon mit 19 Jahren ging sie in die Politik, und blieb ihr trotz Studium an der Pädagogischen Hochschule und Unterrichtstätigkeit als Studienrätin bis heute treu.

 

Frau Gurr-Hirsch, was ist Ihre Aufgabe als Staatssekretärin?
Als Staatssekretärin bin ich eine Art Stellvertreterin des Ministers. Das heißt, wenn er nicht kann, bin ich dran. Natürlich gibt es auch eine gewisse Arbeitsteilung. Bestimmte Gebiete hat der Minister mir zugewiesen, sodass ich Schwerpunkte bearbeite.

Welche sind Ihre Gebiete?
Ernährung, Agrarpolitik und Verbraucherschutz sind meine Themen, wie auch die Frauen und die Landjugend. Des Weiteren betreue ich das Haupt- und Landgestüt Marbach. Auch Streuobst ist ein Schwerpunkt.

Sie betreiben heute noch mit Ihrer Familie Weinbau. Wo der liegt Ihr Weinberg wie gut sind die Weine?
Unser Weinberg ist äußerst klein, er beläuft sich etwa elf Ar und liegt unterhalb des Schlosses von Untergruppenbach. Der Weinbau ist ein Hobby von meinem Mann und mir. Wir bauen Weißburgunder an, ein schöner, aromatischer frischer Wein. Wir hatten im letzten Jahr eine sehr gute Ernte im Spätleseniveau.

Vor 30 Jahren waren Sie Weinkönigin. Wie wird man Weinkönigin?
Man muss aus einer Familie stammen, die Weinbau betreibt, muss 18 Jahre sein, und sich einer Prüfung fachlicher Art unterziehen, damit man etwas über die Weingeschichte, das Weinrecht und die Sorten weiß. Man braucht natürlich auch eine gewisse Allgemeinbildung, muss zeigen, dass man auftreten kann und eine gewisse Schlagfertigkeit besitzt. Ich kandidierte damals zur Württembergischen Weinkönigin und wurde unter neun Bewerberinnen ausgewählt. Ein viertel Jahr später wurde ich dann zur deutschen Weinkönigin gewählt.

Gab es große Konkurrenz untereinander?
Es war entspannt.

Wie gehen Sie mit Konkurrenz um? Als Frau in einer ganz herausragenden Position in der Politik ist dies ja auch nicht immer einfach.
Im Moment sehe ich keine Konkurrenz als Staatssekretärin. Ich versuche meine Arbeit so gut ich sie kann zu machen und versuche natürlich auch meine Fühler auszustrecken, welche Themen wichtig sind, und das mache ich entspannt.

Ihr großes Thema ist die Ernährung. Was soll man bei Ernährung beachten? Was gehört zu einer guten Ernährung?
Gute Ausgewogenheit und Regelmäßigkeit, damit man die Übersicht über sein Ernährungsverhalten behält, Vielseitigkeit und vor allen Dingen Leichtigkeit, da man heutzutage nicht mehr so schwer arbeitet wie früher. Das bedeutet schlicht und ergreifend sehr viel Gemüse und Obst zu essen. Was sehr, sehr wichtig ist, ist die Bewegung. Wenn all das zusammen stimmt, dann kann man sich fit halten, dann fühlt man sich gut und ist leistungsfähig.

Haben Sie das Gefühl, dass sich die Menschen in Baden-Württemberg im Großen und Ganzen richtig ernähren?
Wir haben in Gesamtdeutschland, überhaupt in Europa, ein großes Problem, da die Menschen zu viel Energie zu sich nehmen, zu fett essen, sich zu wenig bewegen. Jeder zweite Erwachsene ist zu schwer und jedes vierte, fünfte Kind ist auch übergewichtig.

Was können Sie seitens der Politik und Ihrer Zuständigkeit im Ministerium dagegen unternehmen?
Wir bemühen uns schon seit 27 Jahren mit einer Ernährungserziehung. Wir haben in Baden-Württemberg sehr früh begonnen, als dies europaweit und weltweit noch kein Thema war. Da muss ich all denen, die vor mir Verantwortung getragen haben, ein großes Lob zollen. Man muss bereits bei den werdenden Eltern beginnen und ihnen klar machen, wie sie ihr Baby ernähren müssen, in erster Linie mit Muttermilch. Es ist auch wichtig, dass wir in die Kindertagesstätten gehen. Wir haben 252 Fachfrauen, die in Kindergärten und in Grundschulen Wissenswertes rund um die Ernährung vermitteln. Es ist nun aber leider so, dass wir mittlerweile die dritte Generation von Eltern haben, die eben nicht mehr so bewusst mit dem Kochen und der Ernährung umgeht.

Glauben Sie, man ernährt sich anders, wenn man die Entstehung der Nahrung mit verfolgt und kennt, beispielsweise, wenn man einen kleinen Garten hat und versucht, Gemüse zu ziehen?
Mit Sicherheit. Wenn man von den Eltern vermittelt bekommt, welches Gemüse es gibt, wenn man die Möglichkeit der Zubereitung kennen lernt und auch damit umgeht, so ist wird es ein Bedürfnis sein, solches auch als Erwachsener fortzusetzen. Wenn man aber als Kind das Fleisch nur in Containern und das Gemüse nur geputztes und tiefgefroren sieht, dann sind Lebensmittel nur noch funktional und nicht mehr so organisch, wie es unsere Generation noch erlebte. Darum müssen wir das Thema Umwelt, Landbau, Ernährung und Alltagskompetenzen wieder in die Schulen bringen.

Sie sind auch Pädagogin und haben als Lehrerin unterrichtet.
Ja, in den Fächern Wirtschaftswissenschaften, BWL, VWL und Politik. Als weiteres Fach unterrichtete ich an der Berufsschule mit großer Freude evangelische Religion.

Warum mit großer Freude?
Ich bin in der Jugendarbeit der Evangelischen Landeskirche groß geworden, leitete Jungscharen und beteiligte mich an der Gestaltung von Kindergottesdiensten. Beim unterrichten des Faches Religion spürte ich, dass sich die Schüler öffneten und einen ganz anderen Umgang pflegten, als wenn wir über betriebswirtschaftliche Kennzahlen diskutierten. Für die jungen Menschen, die auf dem Weg ins Erwachsenenleben waren, erwuchs dadurch auch die Möglichkeit, über ihre Themen und ihre Probleme ein Stück weit in der Gemeinschaft zu reden, und das tat gut.

Mit der Religion ist es ähnlich wie mit der Ernährung. Wenn man sie im Kindesalter gut und glaubwürdig vermittelt, dann hält das vielleicht ein ganzes Leben lang.
Ja, das ist etwas ganz Wunderbares. Biblische Geschichten, die im Kindergottesdienst oder in einem christlichen Kindergarten vermittelt werden, erschließen einem ganz tiefe Geborgenheit im Glauben. Das trägt auch ins Erwachsenenleben hinein. Man fühlt sich geborgen ohne intellektuell reflektieren zu müssen. Beispielsweise wird das Bild Gottes als Vater bereits im Kindesalter angelegt, wobei ich das nicht an der Geschlechtlichkeit festmache, sondern im Sinne von Stärke, von beschützt werden und sich jemandem mitteilen können.

Welche Rolle spielt der christliche Glaube für Sie persönlich?
Ich muss mein Tun immer wieder vor Gott bringen und teile ihm meine Schwächen mit. Bei meiner Tätigkeit, in der ich nach außen hin immer zu funktionieren habe und stark sein muss, ist es wunderbar, mal so richtig die Schminke ablassen zu können.

Spielt es für Sie eine Rolle, mit anderen Menschen zusammen zu beten, Religion gemeinsam zu kommunizieren und zu erleben oder betrifft es Sie eher ganz persönlich?
Sowohl als auch. Ich brauche die Gemeinschaft, und es ist ein sehr, sehr schönes Erlebnis, wenn man miteinander Paul Gerhards Lieder singt, diese tiefe Gläubigkeit, dieses Erhabene was aus diesen Liedern hervorgeht. Ich hatte 1979 ein Schlüsselerlebnis, als die Sowjetunion in Afghanistan einmarschierte, damals sollte ich mit Küfern Religionsunterricht machen, mit jungen Männern, die um die 20 Jahre alt waren. Sie waren ziemlich cool drauf. Ich testete mich ein Stückweit selbst, ob ich es fertig brächte, mit diesen jungen Männern zu beten. Es lachte keiner, jeder war mit dabei. Von da an war für mich der Bann gebrochen, und seither spüre ich auch die Kraft des Betens in der Gemeinschaft.

Welches Lied von Paul Gerhard ist Ihnen persönlich besonders wichtig?
„Geh aus mein Herz und suche Freud‘“ oder „Oh Haupt voll Blut, voll Wunden“. Bei letzterem spürt man die Situation am Kreuz und ist ein Stückweit auch auf dem Weg.

Manche christliche Traditionen, Feste oder Glaubensbestandteile sind in der Bevölkerung nicht mehr bekannt. Ein gutes Beispiel dafür ist Pfingsten. Viele Menschen können mit Pfingsten nichts anfangen, weil sie sich unter dem Heiligen Geist nichts vorstellen können, vielleicht auch, weil sich der Begriff Pfingsten nicht selbst erklärt. Wie ist das für Sie?
Ich glaube, dass die Menschen diese Intellektualität von Pfingsten nicht von selbst begreifen können, die muss man ihnen vermitteln. Vielleicht müssen sie auch erst Erfahrungen gemacht haben, noch keine Sprache zu haben und plötzlich eine Kraft zu spüren, durch die man sprechen kann, andere Menschen erreichen und mitnehmen kann. Nicht alle Menschen werden solches für sich ausprobieren können. Wer aber solches erlebt hat weiß, was Pfingsten ist.

Wie würden Sie Pfingsten Ihren 20-jährigen Küfern erklären?
Das würde schwierig werden. Das schlimme ist, dass wir heute wenig miteinander kommunizieren und uns einander wenig mitteilen. Ich wüsste nicht, ob ich den jungen Menschen Pfingsten sofort klar machen könnte, vielleicht im Laufe der Zeit, wenn man weiß, wo man sie packen kann.

Vielleicht sind Begrifflichkeiten wie der „gute Geist“, der „starke Geist“ und die „Kraft aus dem Geist“, eine Erfahrung, die andere Menschen auch machen.
Ja, man muss sich ein Stückweit fallen lassen und drauf einlassen können.

Haben Sie einen Lieblingsbibelspruch?
„Ich habe dich bei deinem Namen gerufen.“ – Für mich ist es ganz wichtig zu wissen, ein Individuum zu sein und vor Gott als Individuum auch wahr genommen zu werden.

Wovor haben Sie Angst?
Schuldig zu werden an meinen Nächsten und vielleicht auch an denjenigen, die sich mir anvertraut haben.

Schuldig auch im Sinne, sich politisch falsch zu verhalten?
Ja, beispielsweise nicht zu dem stehen, was man normalerweise privat bewältigen würde mit dem Anspruch, den man an sich selbst stellt.

Wenn Sie einmal einen einzigen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich wünschen?
Ich wünschte mir auf jeden Fall, dass unsere Kinder ihren Weg finden, glücklich werden und gute Menschen sind. Darüber hinaus würde ich mir natürlich wünschen, dass sich die Menschen wieder mehr auf die Familie einlassen und dadurch auch erfahren können, wie schön es ist, füreinander Verantwortung zu übernehmen und wie schön es ist, Kinder groß zu ziehen und dann eben auch miteinander das Leben zu gestalten.

 

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