Seine Exzelenz Monsieur Anatole Bacanamwo

Botschafter

Dieser Mann vertritt ein Land in dem einiges anders ist als bei uns. Anders ist dort z.B., dass über 40 % der Bevölkerung unter 15 Jahre alt ist. Dass z.B. die Geburtenrate je Frau über sechs Kinder beträgt. Die Lebenserwartung der Menschen in diesem Land beträgt etwas über 51 Jahre. Der Botschafter des kleinen afrikanischen Landes Burundi, seine Exzellenz Monsieur Anatole Bacanamwo lebt überwiegend in Belgien und pendelt von dort aus nach Berlin in ein bescheidenes Botschaftsgebäude.

 

Monsieur Bacanamwo, könnte Sie uns zunächst Ihr Land Burundi ein bisschen vorstellen. Wie sieht es dort aus, wie leben die Menschen dort?
Das Land Burundi befindet sich in Ostafrika. Die Grenzländer sind Kongo, Ruanda und Tansania. Man kann sagen, dass man in Burundi heutzutage besser lebt als es früher der Fall war. Was vielleicht viele ihrer Zuschauer nicht wissen ist, dass Burundi im vorletzten Jahrhundert eine deutsche Kolonie war.

Das ist sehr interessant. Wie kommt es dann zur französischen Sprache dort?
 Nachdem Burundi während des 1. Weltkriegs keine deutsche Kolonie mehr war, ist das Land zu einer belgischen Kolonie geworden. In Burundi wird ab dem ersten Schuljahr französisch gelernt. Deshalb sprechen wir fast alle französisch in Burundi.

Es heißt, dass Burundi ein sehr armes Land ist, dass es auch großen Hunger unter Teilen der Bevölkerung gibt. Wie würden Sie diese Probleme in Ihrem Land schildern?
 Ja, Burundi ist ein armes Land. Die neue demokratisch gewählte Regierung bemüht sich jedoch diese Armut zu bekämpfen. Da schon bekannt ist, dass Burundi keinen Zugang zum Ozean hat, gehören wir nun zu der East-African-Community, das ist ein ostafrikanischer Verbund, um eben wirtschaftliche Verbesserung zu ermöglichen. Was zudem zur Armutsbekämpfung getan wird ist, dass kostenlose Bildung ermöglicht wird. Alle Kinder können somit zur Schule gehen. Aber auch im Gesundheitssystem wird viel getan- das ist ein Sektor, wo die neu gewählte Regierung heute viele Einsatzgebiete hat und sich auch sehr um die Bekämpfung der Armutsprobleme bemüht.

Interessanterweise ist Burundi ein christliches Land. Fast 70% der Bevölkerung sind Christen, es gibt überwiegend Katholiken aber auch Protestanten. Wie ist es dazu gekommen, denn das ist ja nicht in jedem afrikanischen Land so?
 Das ist eine sehr gute Frage. In Burundi gehören 75% der katholischen Religion an, 25 % sind evangelisch, ungefähr 10% gehören dem Islam an und der Rest ist atheistisch, also ohne Religion. Dazu ist es gekommen, weil schon vor der Kolonialzeit viele Missionare aus Europa in Burundi sehr positiv aufgenommen worden sind. Burundi war schon für die katholische Kirche prädestiniert, da es in unserer Kultur und in unserem Glauben immer nur einen einzigen Gott namens „Imana“ gab. Das hat die Arbeit der Missionare sehr erleichtert.

Das ist sehr interessant, dass es schon eine Religion vor dem Christentum gab, die im Hinblick auf diesen einzigartigen Gott ähnlich war. Ich glaube, dass die Afrikaner insgesamt und bestimmt auch die Menschen in Burundi, ihr Christsein doch ganz anders leben, wie die Menschen z. B. in Deutschland oder Europa. Wie würden Sie das beschreiben?
 Es ist wirklich so, dass unsere Art die Religion zu leben ganz anders ist als in Europa.
 In Europa gibt es die Krise des Glaubens. Die Mehrheit der Christen sind es nur dem Namen nach und praktizieren es nicht. Während in Burundi die Leute in vollem Umfang ihren Glauben leben. Es gibt eben diese Glaubenskrise nicht und dafür bin ich dankbar. Es gibt noch einen anderen Faktor, in Burundi haben die Leute tatsächlich Respekt vor Gott und insofern ist die Glaubenskrise in Burundi noch nicht angekommen und das ist gut so.

Spielt es da auch eine Rolle, dass die Bevölkerung in Burundi arm ist? Haben die Menschen dadurch einen leichteren Zugang zum Glauben?
 Das ist eine sehr gute Frage, aber ich würde sie mit ja und nein beantworten. Die Armut beeinflusst vielleicht bei einer gewissen Bevölkerung den Glauben, aber in Burundi gehen, wenn man das beobachtet, sowohl die Armen als auch die Reichen in die Kirche. In Burundi gibt es dreimal täglich eine Messe, die immer voll ist. Es macht nicht den Eindruck, als ob immer nur die Armen die Kirche besuchen. Man wird in allen Dörfern und Orten, ebenso in abgelegenen Städten und Dörfern, das Gleiche beobachten.

Warum ist das so? Wenn Sie aus Ihrer Welt in Burundi auf unsere Welt in Deutschland schauen, warum ist der Glaube so viel stärker bei Ihnen zu Hause? Ist es eine Sache des Herzens oder was könnte der Grund sein?
Wir können hier sagen, dass die Religion in Burundi ein sozialer Faktor ist. Durch die Religion kann man sehen, dass die Leute, die nicht glauben, die zu keiner Religion gehören, Außenseiter sind und in unserer Gesellschaft nicht aufgenommen werden. Das ist festzustellen bei der Taufe, Kommunion und Konfirmation. Sogar auf Hochzeiten, wenn man das kirchlich macht. Eine Taufe ist eine kirchliche Zelebration, die den Glauben, Kommunion und Konfirmation zusammenbringt. Hier versammeln sich eine Menge Menschen. Die ganze Familie, die ganzen Freunde versammeln sich zur Taufe, zur Kommunion, zur Konfirmation und wenn dies sogar noch auf religiöser Basis geschieht, z.B. auch bei der Heirat, ist das ein Tag in der Gesellschaft, an dem sich viele, viele Menschen verpflichtet fühlen zusammen zu treffen.

Vielleicht spielt dabei ja auch die Familie eine Rolle. Sie selbst stammen aus einer Familie, in der es dreizehn Kinder gab, Sie haben also zwölf Geschwister. Eine Frau in Burundi hat heute im Durchschnitt sechs Kinder, in Deutschland sind es gerade einmal 1,5 Kinder. Vielleicht spielt dieses Familienleben auch im Hinblick auf den Glauben und auf das gelebte Christentum eine Rolle. Wird in der Familie z.B. gebetet oder gesungen? Spielt das Christliche dort im kleinen häuslichen Rahmen eine besondere Rolle?
 Die große Familie, die wir in Afrika, insbesondere in Burundi haben, spielt dort eine große Rolle. Aber die Frage muss man aufgrund unserer Gesellschaft anders betrachten.
 Bei uns ist ein Kind ein Geschenk Gottes und in unserem Glauben kann die Geburtsplanung, die mittlerweile ein Gespräch in Burundi ist, in unserer Gesellschaft wegen dieses Glaubens nicht angenommen werden. Man kann nicht planen weniger Kinder zu haben als die Natur oder sogar Gott es will. Selbst ich, der aus einer großen Familie kommt, habe zwölf Geschwister, wir waren also dreizehn Kinder in unserer Familie. Nun habe ich selbst zwei Kinder. Wenn ich in Burundi bin und mich meine Geschwister fragen warum ich nur zwei Kinder habe, dann sehen wir diesen Unterschied zwischen Europa oder Deutschland und Burundi. Was die Glaubensfrage angeht, ist es deshalb so, weil ich in Europa lebe. Alle meine Geschwister oder Bekannten, die in Burundi leben, haben mehr als zwei Kinder. Dies steht in einem großen Zusammenhang mit dem Glauben und der Religion.

Das ist ja eigentlich eine sehr schöne Einstellung, wenn man sagt Kinder sind ein Geschenk Gottes und deshalb möchte man auch keine Verhütung oder keine Geburtenplanung im eigentlichen Sinne machen. Auf der anderen Seite ist Burundi ein sehr armes Land, d. h. die Menschen haben auch Hunger. Wenn es weniger Menschen wären, würden die Lebensmittel vielleicht eher reichen. Der Glaube ist stark an dieser Stelle, wenn er sozusagen den Hunger in Kauf nimmt, um das Geschenk Gottes trotzdem haben zu können.
 Danke, dass Sie unsere Einstellung so einschätzen. Manchmal wird selbst in den ärmsten Familien Burundis gefragt: „Sie haben so viele Kinder, wie werden diese denn ernährt?“ Da in unserem Glauben, in unserer Mentalität, in unserer Kultur das Kind ein Geschenk Gottes ist und Gott in unserem Glauben über Allem steht, ist es auch im Glauben so verankert, dass ein Geschenk Gottes, auch von Gott ernährt werden kann. Wir glauben daran- wir wissen, dass wenn wir an Gott glauben, es auch für uns eine Motivation ist seine Geschenke gut aufzunehmen und auch alles zu tun, um glücklich zu bleiben.

Der Optimismus, den Sie schildern, der auch für Afrikaner bekannt ist, ist ja etwas sehr Schönes, weil das dem Leben das Beste abgewinnt. Welchen Tipp haben Sie für unsere deutsche Gesellschaft, mit der Sie ja täglich in Kontakt stehen, um vielleicht ein bisschen optimistischer zu werden?
 Ich muss leider zugeben, dass ich die deutsche Mentalität nicht so gut kenne. Aber was ich sagen kann ist, dass wir wissen, dass in Deutschland die Geburtenrate sehr gesunken ist. Mein Tipp wäre, da Kinder ein Geschenk Gottes sind, vielleicht mehr Kinder in die Welt in Deutschland zu setzen. Deutschland ist ein reiches Land ist und diesen Kindern kann dadurch eine Zukunft ermöglicht werden. Kinder sind der Reichtum eines Landes und sie sind auch eine Sicherheit für unsere Zukunft.

Vielleicht braucht man auch ein bisschen Mangel, um das so sehen zu können, dass man tatsächlich diesen Reichtum so schätzen kann- das ist nur eine Vermutung. Wenn Sie für sich selbst, aber auch für Ihr Land einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich dann wünschen?
Ich habe sehr viele Wünsche. Ich wünsche mir so Vieles für mich persönlich und auch für mein Land Burundi. Allerdings ist das Erste, was ich mir persönlich für Burundi wünsche, dass die Entwicklung fortgesetzt wird. Burundi ist zwar ein armes Land, aber wir haben viel Potential. Alleine mit unserer jungen Bevölkerung, denn sie ist unsere Zukunft. Auch wirtschaftlich gesehen sind in Burundi vor kurzem viele Rohstoffe bzw. Bodenschätze entdeckt worden und wir hoffen mit unserer jungen Bevölkerung, unsere Zukunft positiv gestalten zu können. Aber natürlich wünschen wir uns auch die Hilfe Deutschlands, die wirklich notwendig ist, da Deutschland unser Freund ist und uns immer geholfen hat. Wir zählen sehr auf dieses Land. Das ist auch einer meiner obersten Aufgaben als Botschafter Burundis hier in Deutschland daran zu arbeiten.

Vielen Dank für das Gespräch Ihre Exzellenz, Botschafter von Burundi, Monsieur Anatole Bacanamwo für die Einblicke in das kleine Land Burundi.

 

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