Martin Schulz MdEP

Präsident des Europäischen Parlaments

Martin Schulz ist seit Januar 2012 Präsident des Europäischen Parlaments. Der 1955 in Eschweiler geborene Politiker wurde 1974 Mitglied der SPD. Nach Engagements bei den Jusos im Stadtrat und als Bürgermeister, wurde er 1994 als Abgeordneter ins EU-Parlament gewählt. Dort ist er seit 2004 der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten. Im Jahr 2012 wurde der für seine scharfzüngige und direkte Sprache bekannte Politiker zum Präsidenten des EU-Parlaments in Straßburg gewählt.

 

Herr Schulz - Respekt, Solidarität, Einsatz für den Schwächeren- Das sind für Sie die entscheidenden Aufgaben Europas. Dies sind im Grunde die Kernwerte des christlichen Abendlandes. Im Hintergrund steht also eine Religion, die diese Werte beinhaltet. Welche Rolle spielt das Christentum bei der Einheit Europas?
Es spielt eine zentrale Rolle. Wir sind ein Kontinent, in dem das Christentum über Jahrhunderte hinweg die Staaten und das Zusammenleben der Völker geprägt hat. Auf diesem  Kontinent wurde der größte Krieg zwischen christlichen Religionen geführt. Wir sind der Kontinent, auf dem in einem protestantischen Staat von einem protestantischen König die Aufklärung nach Immanuel Kant ermöglicht wurde. Die Werte, die Sie gerade genannt haben, sind religiöse Werte. Sie sind christlich, aber sie sind auch aufklärerisch. Religion spielt in unserem Kontinent im öffentlichen Raum eine große Rolle, aber aufklärerische Beweggründe, eine genau so große.

Sie beklagen, dass Menschen und auch Politiker zu wenige Gemeinsamkeiten sehen und die Notwendigkeit eines gemeinsamen Handelns nicht wahrnehmen. Ist Religion in diesem Zusammenhang hilfreich oder spielt sie im Grunde keine Rolle mehr?
Religion ist dabei durchaus hilfreich und spielt sicherlich eine Rolle. Ich selbst bin kein praktizierender Christ und nicht sehr gläubig. Ich bin katholisch getauft, zähle mich aber eher zu der Kategorie von Menschen, die „aus der Aufklärung handeln“  und „aus der sozialdemokratischen Situation handeln“. In meinem Freundeskreis, bei meinen Mitarbeitern und auch in meinem Familienkreis befinden sich viele gläubige Menschen und stark praktizierende Christen beider christlicher Konfessionen. Für sie spielt ihre Religion und ihre religiöse Bindung eine enorme Rolle. Einer meiner engsten Mitarbeiter ist ein Familienvater mit einer sehr praktischen katholischen Lebensform und das ist auch zu spüren.  Diese Menschen glauben an ihre religioöse Verwurzelung. Dieser Begriff ist mir sehr wichtig: Religion hilft in einer Welt, in der es viele Risiken gibt verwurzelt zu sein und nicht entwurzelt zu werden. Ich erlebe in meinem unmittelbaren  Umfeld, dass es sich dabei sicherlich um ein stabilisierendes Herangehen an das Leben handelt.

Erwarten Sie von den Kirchen den Europa-Aspekt stärker in den Vordergrund zu stellen?
In  Deutschland aber auch in anderen europäischen Ländern- scheint dies eine geringe Rolle im Alltag zu spielen. Ich mache diesbezüglich unterschiedliche Erfahrungen. Ich komme aus Aachen. Aachen ist der Sitz von Misereor. Misereor ist eine sehr internationale auch europäisierte Organisation. Die dortige katholische Kirche, als Institution und Einrichtung, die sich über die Grenze von Völkern und Staaten hinweg definiert. Ich habe das große Glück den amtierenden Präses der evangelischen Kirche Deutschlands gut zu kennen. Niko Schneider war viele Jahre der Bischof der Rheinischen Landeskirche. Ich kenne sowohl seine Haltung zu Europa als auch die von Bischof Huber. Beide waren sehr proeuropäische Leute. Ich vermag mir kein Urteil darüber zu erlauben, wie weit diese Haltung in den Alltag der Gemeinden greift. Wahrscheinlich sind die Kirchengemeinden so europäisch, wie die Bevölkerung im Allgemeinen. Sie machen sich Gedanken, wie die Jugend des 21. Jahrhunderts für die Zukunft ausgerüstet werden kann und wie sie mit einer Perspektive ausgestattet werden kann.

Solidarität ist ein bedeutendes Thema für Europa, aber eigentlich auch zwischen Menschen an jedem Ort. Was kann man tun um diesen Wert „Solidarität“ für Jugendliche stärker zu beleben?
Erst einmal sollte man mit ihnen Solidarität üben. Junge Menschen erfahren Solidarität, in dem sie geübt und vorgelebt wird. Das fängt bei Kindern an. Bei Jugendlichen ist es die Aufgabe der Erwachsenen ihnen zu zeigen, dass das Gefühl gegenseitiger Verantwortung, das Leben so viel einfacher macht als das egoistische Gegeneinander. Ich glaube das fängt in der Familie an, und besteht im Freundeskreis, im Verein oder in der Schule. Es ist eine Frage der Erziehung. Solidarität ist ganz stark verbunden mit gemeinschaftlichem Reisen verbunden: „wo anders hin“. Ich habe Solidarität als junger Mensch gelernt. Ich war Schüler in einem katholischen Kloster und bin mit meiner Klasse zu Schülerinnen und Schülern nach Frankreich gefahren. Wir sprachen kein Wort französisch. Als sie zu uns kamen, sprachen sie kein Wort Deutsch. Dabei ging es um das Erlernen der Sprache. Wenn man keine Sprache spricht und in einem fremden Land ist, ist man auf Solidarität angewiesen. Das ist ein ganz großer Lerneffekt, der für uns dazu beigetragen hat, dass wir sowohl die Sprache gut erlernen konnten und Solidarität erlebt haben. Meiner Ansicht nach hilft eine unmittelbare Interaktion, in der praktische Solidarität im Alltag nötig ist, um diese zu erlernen und diesen Begriff als einen Wert zu begreifen, der das Leben verschönert und erleichtert.

Welche Rolle spielen Eltern? Ihre eigenen Eltern stammen aus einer Generation, die zwei Weltkriege erlebt hat und ganz andere Ziele hatte, als Sie es ihren eigenen Kindern gegenüber und die jungen Eltern heute ihren zukünftigen Kindern gegenüber einnehmen müssen.
Das ist eine interessante Frage. Eltern spielen die zentrale Rolle für die Prägung der Kinder. Meine Eltern hatten für mich, was diese Frage Solidarität angeht eine wirkliche Vorbildfunktion inne.
Ich bin in einer Straße aufgewachsen, die man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann. Anfang der 60. Jahre, Neubaugebiete, in denen viele Beamte und mittlere Angestellte ihre Eigenheime gebaut haben. In der Straße, in der ich aufgewachsen bin wohnten 99 Kinder. Die Eltern hatten neu gebaut und es waren alles junge Familien mit vielen jungen Kindern. Im Schnitt waren es fünf Kinder. Niemand hatte viel Geld zur Verfügung.  Die Nachbarn mussten sich gegenseitig helfen. Ich kann mich erinnern, wie oft Leute zu uns kamen, um meine Eltern um eine Hilfeleistung zu bitten. Ich kann mich aber auch daran erinnern, wie oft meine Eltern, zum Nachbarn gegangen sind, und gebeten haben telefonieren zu können, da wir damals kein eigenes Telefon hatten. Das kostete 20 Pfennig, wurde aber nie berechnet. Solche kleinen Hilfeleistungen, auch mal zum Monatsende, wenn es knapp wurde, waren mir als Kind nicht bewusst. Je  älter ich jedoch wurde, desto stärker begriff ich, dass alle nur überlebten, weil sie sich untereinander aushalfen. Auch die Geschwister meiner Eltern haben sich gegenseitig ausgeholfen. Meine Mutter hatte einen Bruder und eine Schwester, die in der Stadt wohnten.  Wirtschaftlich ging es ihnen etwas besser als meiner Mutter. Sie haben sich gegenseitig geholfen, ohne, dass viel gefragt werden musste. Meiner Ansicht nach, war das praktizierende Solidarität, die ich auf diese Weise erlernen konnte.

Diese Form der Nachbarschaft ist nicht mehr selbstverständlich und beinahe schon nostalgisch. Ist das heute noch Realität?
Ich war viele Jahre Bürgermeister in einer kleine Stadt in Nordrhein-Westfahlen. Meinem Eindruck nach entsteht diese Form der Nachbarschaft wieder. Die Menschen haben über zwei, drei Jahrzehnte erlebt, dass sich die traditionellen Milieus auflösen. In dem kleinen Stadtteil, in dem ich der Ratsherr war, bin ich aufgewachsen und lebe heute noch dort. Dort habe ich erlebt, wie die Arbeitswelt die Strukturen veränderte. Wir arbeiten nicht mehr dort wo wir leben. Dadurch werden nicht nur wir als Eltern auseinandergerissen, sondern auch unsere Kinder. Der Eine zieht an einen anderen Ort, der Eine muss jeden Tag 100 km fahren, die Andere ist nur am Wochenende zuhause. Solche Strukturen haben dazu geführt, das die traditionellen Rahmen, in denen Beziehungen stattfanden, sich auflösten. Damit meine ich die Kirchengemeinden, die Ortsvereine, die politischen Parteien, die Gewerkschaften, Nachbarschaftsclubs, Fußballvereine, HandballvereineIch. Ich  erlebe in diesem Stadtteil seit knapp einem Jahrzehnt in zunehmendem Maße wieder Stadtteilfeste. Es  gibt die Nachbarschaftsorganisation. Es besteht ein ungeheures Bedürfnis nach Gemeinsamkeit gibt. Diese Gemeinsamkeit kommt in neuen Formen wieder zurück. Nicht mehr in den Vereinen wie früher, aber eben mit einem Zeltausflug mit den Kindern, einem Wandertag, einem Treffen der jungen und älteren Generation, ein Grillfest.  Irgendwo wird der Versuch unternommen, diese Form der Nachbarschaft in veränderter Form wiederherzustellen.

Sie sind der Präsident des europäischen Parlaments und wissen um die Europamüdigkeit vieler Menschen.  Was kann das Europäische-Parlament konkret tun um dagegen zu wirken?
Die Menschen sind nicht gegen die Idee, die hinter Europa steckt, die Idee der transnationalen Lösungen. Die Idee, über Grenzen von Völkern und Staaten hinweg zusammenarbeitet, um so die wirklichen Herausforderungen dieses Jahrhunderts zu bewältigen. Das befürworten die Leute. Die Menschen wissen alle, dass wir die Währungspolitik nicht im Einzelstaat lösen können. Sie wissen alle, dass die Wanderungsbewegungen im Zuge der Migration eine weltweite Herausforderung ist. Den Klimawandel bewältigen wir nicht im Einzelstaat. Der Schmutz in der Luft macht an keiner Staatsgrenze Halt. Wir brauchen gemeinschaftliche Lösungen und gemeinschaftliche Institutionen, die diese Lösungen erarbeiten müssen. Dafür sind die Menschen. Womit sie nicht einverstanden sind, ist der Zustand der Europäischen Union. Sie sind gegen das, was einige hochmögende Leute uns beibringen möchten: „Weil die Organisationsform schlecht ist, schaffen wir die Idee ab“. Meiner Ansicht nach, müsste man es umgekehrt machen. Die Aufgabe des Europäischen Parlaments ist es, die Idee zu verteidigen und zu schützen, in dem wir die Organisationsform verbessern. Europa muss weniger bürokratisch und entscheidungsschneller sein. Wir müssen mit mehr Gemeinschaftsgedanken, Sinn und Solidarität, statt mit nationalem Eigensinn handeln. Das Einstimmigkeitsprinzip, bei dem der Kleinste oder auch der größte alle aufhalten kann, wenn es ihm passt. Wenn wir es schaffen, das zu reformieren und effizienter, bürgernäher sowie weniger bürokratisch werden und konkrete Lösungen für Probleme haben, dann werden die Leute auch wieder glühend die Idee verteidigen.

 

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