Gary Mullen

Freddie Mercury-Imitator

Freddie Mercury-Imitator Gary Mullen, wurde in der britischen Fernsehshow "Stars in Their Eyes" mit einer Imitation des verstorbenen Queen-Sängers bekannt. Er und seine Band "Gary Mullen and The Works" kopieren die Musik und Bühnenshow der britischen Band Queen.

 

Wie war das zum Ersten Mal als Sie sich mit Freddie Mercury identifiziert haben, dass Sie gesagt haben das ist für mich die wichtigste Person.
Ich war 4 Jahre alt und im Fernsehen kam die Sendung „Top oft the Pops“ und es lief das Musikvideo von „We are the Champions“. Da war Freddy mit seinem Schwarz-weißen Outfit und den Lichtern…Ich sah ihn und dachte „Wow“  Wer ist dieser Typ? Was ist das für eine Band? Das war der Moment in dem ich begeistert wurde für Queen und anfing  Platten und Magazine zu kaufen. Da hat es wirklich angefangen vor langer Zeit.

Was war das? War das die Musik oder die Persönlichkeit?
Ich denke am Anfang war es Freddie, man sieht ihn, er ist groß, wie ein Pfau.  Das zog mich an, seine Stimme,  die Musik, die Band, den Texten zu zuhören. Das Bühnenlicht, der Sound,  jeder Song hat eine bestimmte Botschaft. Als Fan hörst du ein Lied und identifizierst dich damit. Also für mich war es alles, es ging um die ganze Band.

Sie singen wie Freddie M., Sie spielen wie Freddie M., Sie können ihn täuschend echt nachmachen, wie ist es mit seinem Charakter? Identifizieren Sie sich auch mit seinem Charakter?
Ja, man muss ihn betrachten. Wenn man jemanden würdigen möchte, muss es überzeugend wirken auf die Zuschauer. Sie wollen glauben, dass sie Freddie und Queen auf der Bühne sehen. Ich habe mir viele Videos angeschaut, wie er sich bewegt, singt, seine Gestik. Es ist wie ein Tänzer oder Schauspieler den du verkörperst, du musst auf der Bühne zum Freddie-Charakter werden.

Gibt es auch bestimmte Eigenschaften, wo Sie das Gefühl haben ganz anders zu sein?
Ja ich bin Schotte und Freddie war Engländer. Also es gibt schon einen Unterschied in der Aussprache. Ich versuche Freddie nachzumachen, dieses „Hello Darling“, auf der Bühne. Aber das ist ein anderer Typ auf der Bühne. Es gibt Mich, Gary  - und Freddie, der der die Show macht:  wenn das Licht angeht und das Makeup sitzt, der anderer Typ (also Freddie) macht die Show und ich (Gary) verschwinde. Und nach der Show, werde ich wieder Gary, also ja es gibt einen Unterschied und verschiedene Arten wie er ist und wie ich bin.

Erinnern Sie sich als Freddie gestorben ist?
Ja . Ich erinnere mich sehr gut daran. Ich war unterwegs mit meinen Freunden, als ich zurück kam und im Bett lag, kam meine Mutter um mir zu sagen, dass er tot ist. In den Zeitungen war auf den Titelseiten ein großes Bild von Freddie mit der englischen Flagge und dem Titel „Der König von Queen ist tot“. Ich war ziemlich schockiert. Jeder wusste dass er krank war, dass er aber so schnell gestorben ist, war ein großer Schock. Wir trafen uns noch in dieser Nacht und hörten die Songs  von Queen,  und sangen mit und erinnerten uns gemeinsam an den großen Sänger.

Welche Rolle spielt es, dass der Star tot ist, den Sie nachspielen, imitieren auf der Bühne?
Ich denke, Freddie war eine Ikone und jetzt ist er tot, man versucht für die Zuschauer etwas zu kreieren was sie niemals wieder sehen werden. Sie werden niemals Queen mit John, Freddie, Brian und Roger sehen. Weil Freddie gestorben ist. Man versucht , die Vergangenheit wieder zum Leben zu erwecken, was einst existiert hat,  was man aber niemals wieder sehen wird. So wie wenn man die Beatles, Frank Sinatra oder Elvis imitieren möchte, man versucht damit etwas wiederherzustellen, was großartig und unvergesslich war für die Zuschauer. Wir haben Zuschauer, die in den 70er Jahren  Queen Fans waren, die  zu  uns kommen und ihre Kinder mitbringen, sogar ihre Enkelkinder. Man hat dann kleine Kinder, 4, 5, 6 Jahre alt, die alle Texte mitsingen und mit klatschen. Es ist großartig den Menschen so etwas näher zu bringen und zu sehen wie sie eine gute Zeit haben.

Haben Sie selbst deswegen  auch stärker über den Tod nachgedacht?
Meine Mutter starb vor ein paar Monaten und das betraf mich ziemlich. Sie war nur 62 und sehr jung und  ich bin 41. Und man denkt sich „Oh was jetzt…“ Man muss sein Leben jetzt leben.  Man darf nicht an morgen denken, denn Morgen ist Morgen.  Du kannst rausgehen und in der nächsten Stunde vom Bus überfahren werden. Aber denk nicht daran und lebe einfach für den Moment und genieß das Leben.  Ich denke „Heute ist heute, der Auftritt ist der Auftritt und der Moment ist der Moment“, und genieße es einfach.

Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?
Ich weiß nicht, ich hoffe es. Vielleicht komme ich als Hund, Katze oder als anderer Mensch wieder auf die Welt, ich weiß es nicht. Mein Glaube ist, dass man so viel wie möglich mitnehmen sollte aus diesem Leben. Du sollst es genießen, sei nicht traurig,  deprimiert oder verärgert. Genieße es einfach, liebe das Leben, siehe die Welt wenn du kannst, genieße sie. Wenn du das alles erlebt hast, kannst du sterben. Wenn du danach wo anders hinkommst, gut, wenn nicht hattest du ein schönes Leben.

Wenn Sie sich vorstellen, Sie könnten Freddie Mercury einen Tag lang treffen und sich mit ihm unterhalten. Was würden Sie ihn fragen oder was würden Sie ihm gerne sagen?
Wahrscheinlich wie er diese außergewöhnlichen Lieder geschrieben hat.  Wo die Inspiration für „Bohemian Rhapsody“ , “Somebody to Love” oder „We are the Champions“ herkam. Hat er sich einfach hingesetzt und gesagt “Ich habe eine Idee für ein Lied, lasst uns zusammen spielen.” Die meisten Leute versuchen doch  ihr ganzes Leben lang,  den perfekten Song zu schreiben  und schaffen es nicht . Oder zu erfahren, wie es sich anfühlt bei „LiveAid“ oder im Wembley Stadion zu spielen. Durch die Welt zu touren und in diesen vielen Stadien aufzutreten, wie er sich gefühlt hat, wie er es erlebt hat. Was seine Motivation war, raus auf die Bühne zu gehen und dem Publikum alles zu geben.

Die anderen Queen Bandmitglieder die Sie getroffen haben, haben das gut gefunden, was Sie gemacht haben. Was würden Sie sagen, würde Freddie Mercury dazu sagen?
Der Einzige den ich getroffen habe, war Brian May.  Das war 2008, als Gast auf der Queen-Tour. Ich kam dorthin als Fan und war ziemlich nervös, und er kam in den Raum und schüttelte mir die Hand und fragte „Wie geht’s“. Und ich war total aufgeregt und es war als würde „Gott“ hereinkommen. Er war sehr nett, sehr cool und hat uns nach unserer Tour gefragt. Billy unser Bassist und ich unterhielten uns über eine Stunde mit ihm über Tourneen, seine und unsere,  die  US-Tournee die wir vorhatten. Er war sehr cool, sehr sehr cool, sehr nett, sehr bescheiden. Aber auch sehr zurückhaltend.  Ich dachte er würde sich wie ein großer „Rockstar“ verhalten. Aber er war sehr normal und es war großartig ihn zutreffen und er meinte am Ende „Macht weiter so“. Und ich dachte mir so „Wow, ich habe meinen Held getroffen“ und ich war so aufgedreht. Ich fuhr 6 Stunden nach Hause und ich war die ganze Fahrt über aufgedreht. Zu Hause weckte ich um 4 Uhr meine Frau auf und meinte zu ihr „Ich habe Brian May getroffen“. Und sie so „Okay“ und legte sich wieder schlafen. Ich war so begeistert  und es war großartig zu wissen,  dass er mochte was wir tun.  Es ist gut zu wissen, dass er verstanden hat was es für mich bedeutet, als Fan. Denn ich bin ein Fan und mache zufällig diesen Job. Ich bin sehr stolz auf das was ich tue, und ich liebe die Tatsache dass er dachte das wir gut sind.

Dankeschön für das Gespräch…

 

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