Ben*Jammin

die adrenalingeladene Mainzer Rockband

Benjamin
Marc von Ben*Jammin
Benjamin & Marc im Gespräch mit Hanno Gerwin

Sie machen junge laute, adrenalingeladene Rockmusik und bringen Power und Energie auf die Bühne. Die sechs Talente nennen sich „Ben*Jammin“ und zwei der Mainzer Jungs sprechen hier über ihre musikalische Laufbahn: Marc Jullien, Bassist und Benjamin Hansen, Sänger der Band, der zur Namensgebung beigetragen hat. „Ben*Jammin“ haben für ihr offensichtliches musikalisches Talent schon einige Preise abgeräumt, beispielsweise den ersten Platz beim rheinland-pfälzischen Nachwuchswettbewerb „Rockbuster“. Seit 2006 gehören sie zum „band.pool“ der Popakademie Baden-Württemberg, und haben sie den Talentaward von Radio Regenbogen eingeheimst.Power und Energie auf die Bühne.

 

Talent muss man irgendwann bei sich selbst entdecken Wann habt Ihr gemerkt, dass ihr musikalisch talentiert seid?
Marc: Das ist eine gute Frage. Musik spielte recht früh eine große Rolle. Schon in der Kindheit hörte ich viel Musik und fing irgendwann an, ein Instrument zu spielen. Wenn man dann mit 15, 16 Jahren mit Freunden eine Band gründet, dann merkt man, dass man Spaß daran hat. Für mich wurde es immer wichtiger, und die Musik nahm einen immer größeren Raum ein.

Viele machen Musik, aber nur wenige spielen in einer Band, nur ganz wenige schaffen es dann auch auf die Popakademie. Da muss man ja auch ein bisschen was können, um dadabei zu sein.
Benjamin: Es wird uns immer wieder gesagt, es gäbe unglaublich viele gute Bands in Deutschland, Tausende, die genauso gut ihre Instrumente beherrschen wie wir. Ich glaube, es hängt auch ein bisschen mit Glück zusammen, dass man es schafft, der richtige Moment, die richtige Zeit.

Musiziert ihr hauptberuflich?
Benjamin: Ja.
Marc: Ein Produzent sagte uns, er könne sich vorstellen, mit uns zu arbeiten. Und wir sagten uns, wenn der das sagt, wird’s schon in Ordnung sein und dann machen wir mal.

Er nimmt nicht jeden?
Marc: Er ist im Musikgeschäft sehr etabliert. Wir investierten daraufhin immer mehr Zeit. Nebenher jobben wir ein bisschen, aber die eigentliche Konzentration liegt auf der Musik. Wir sehn uns jeden Tag und arbeiten konzentriert miteinander. Insofern ist die Musik unser Hauptberuf, auch wenn er noch nicht wie ein Hauptberuf bezahlt wird.

Das kommt noch! Wie ehrgeizig muss man sein?
Benjamin: Sehr! Vor allem, weil es ein sehr steiniger Weg ist. Man muss jeden Tag an sich glauben, jeden Tag an sich arbeiten und sich bewusst sein, dass es immer weiter geht.

Das ist der professionelle Ehrgeiz. Aber wie eitel muss man persönlich sein, wenn man vorne stehen will?
Benjamin: Da machen wir uns gar nicht so viele Gedanken darüber. Das entwickelt sich. Wenn man zum ersten Mal auf einer Bühne steht, ist man verhalten. Man spürt aber, welche Macht die Band bei einem Bühnenauftritt hat. Aus diesem Kontext heraus entwickelt sich das Selbstbewusstsein
Marc: Innerhalb des letzten Jahres veränderte sich unser Sound, es ist alles ein bisschen stärker ausgearbeitet, was sich bei den Live-Auftritten bemerkbar macht.

Was ist eure Botschaft?
Benjamin: Dass wir junge, laute Popmusik machen, die in Deutschland einzigartig ist, dass wir Deutsche Texte schreiben, die sehr vielschichtig sind. Wir schreiben über zwischenmenschliche Probleme, über Lust und Gefahren. Wir schreiben auch über Mut, über das Loslassen und Abheben. Wir versuchen bei unseren Live-Auftriten, die Leute zu ermutigen. Dann bebt die Halle. Das ist ein gutes Gefühl für uns.

Das ist auch ein klares Motiv für Jugendliche, nach dem Motto „komm‘ trau dir was zu, mach‘ das jetzt mal! Regen eure Songtexte auch zum Nachdenken an?
Marc: Die Leute setzen sich mit den Songtexten reflektiv auseinander, so beispielsweise auch meine Situation, nicht zu wissen, ob ich auf dem richtigen Weg bin oder ob es in Ordnung ist, alles auf eine Karte zu setzen. Wir haben unsere Jobs oder die Ausbildung geschmissen, mehr oder weniger links liegen lassen und machen jetzt eine Sache, wo jeder, der rational denkt, sagt: „Ihr seid ein bisschen verrückt!“

Zum Beispiel die Eltern.
Marc: Zum Beispiel die Eltern.

Wie wichtig ist das, was die Eltern sagen?
Benjamin: Eltern sind natürlich wichtig. Und was sie sagen, hört man sich auch an. Bei mir war das so, dass ich ihnen am Anfang gar nicht gesagt habe, was ich tue. Sie erfuhren es aus der Zeitung fragten sich, was denn hier los sei, das sei doch ich auf dem Foto und ob ich jetzt Musik mache. Sie fragten, was das sei, ob Rock oder Pop. Ich antwortete: „Ja, das mach‘ ich jetzt einfach mal. Meine Eltern freuen sich.
Marc: Von Seiten der Eltern wird hart kritisiert. Auf der anderen Seite sind sie stolz. Manchmal gibt es auch Reibereien.

Einer der bekanntesten Köpfe der Popakademie, das ist ja Xavier Naidoo, der sich in seiner Musik sehr stark mit seinem Glauben beschäftigte und sich als christlicher Mensch und Musiker outete. Wie ist das bei euch? Spielt das Thema Religion für euch eine Rolle?
Benjamin: Wir outen uns nicht dadurch, indem wir über Religion reden. In meiner Familie sind wir sehr verschieden gläubig. Meine Mutter glaubt beispielsweise an eine andere Weltreligion als meine Oma.

Das ist ja spannend. Was glaubt deine Mutter? Und was glaubt deine Oma?
Benjamin: Meine Oma ist katholisch, meine Mutter ist Muslimin, mein Vater Atheist und meine Uroma was ganz anderes. Durch dieses Gemisch bin ich selbst sehr offen für Religionen, habe mich aber noch nicht festgelegt, Ich habe auch verschiedene Religionsunterrichte mitgemacht. Mit 16 wechselte ich vom katholischen in den evangelischen Religionsunterricht und am Ende zu Ethik. Ich wollte alles kennenlernen. Ich glaube daran, dass es was gibt, besonders, wenn ich in einer Gemeinschaft bin, zum Beispiel in einer Kirche. Dort fühle ich, wie es zwischen den Menschen knistert. Das finde ich unheimlich aufregend und fühle mich dort sehr hingezogen, aber selbst praktizieren tu ich den Glauben nicht.

Sind Sie getauft?
Benjamin: Das ließ mir mein Vater offen. Das solle ich später selbst entscheiden, sagte er.

Können Sie sich vorstellen, sich taufen zu lassen?
Benjamin: Natürlich, ich bin offen für alles.

Wenn Sie Kinder hätten, wäre es Ihnen wichtig, dass sie glauben? Würden Sie das in die Erziehung mit einbeziehen wollen?
Benjamin: Es wäre mir natürlich wichtig, dass sie glauben.

Wenn Sie ein Bild malen würden, auf dem Gott zu sehen wäre, was würden Sie malen?
Benjamin: Hm – das ist schwer.
Marc: Ich würde ein weißes Blatt abgeben, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie Gott aussieht. Ich bin nicht aktiv gläubig, wurde aber in der christlichen Tradition getauf, erzogen und konfirmiert. Christliche Grundwerte spielen für mich eine Rolle. Ich bin aber kein aktiv ausübender Christ oder Kirchgänger. Ich glaube daran, dass es eine Macht gibt, die alles zusammenhält, denn immer wieder gibt es Ereignisse, die man sich so nicht erklären kann, die nicht logisch nachvollziehbar sind.

Betet Ihr?
Benjamin: Ne, das mache ich gar nicht. Es gibt brenzlige Situationen, da sage ich mir, hoffentlich wird es besser, hoffentlich ändert sich was. Das wäre aber kein Beten.

Könnte das Thema Religion auch mit in eure Musik einfließen?
Marc: Wir haben sehr unterschiedliche Charaktere und unsere religiösen Anschauungen sind zu unterschiedlich. Wir kämen nicht auf einen Nenner. Ich meine aber, dass man sich als Hörer der Musik vielleicht auch mit seinem Glauben hinein fühlen kann.

Wie einigt ihr euch auf einen Song oder auf die Thematik, die ihr ihr in euren Liedern umsetzen möchtet?
Marc: Wir sind ein sehr demokratischer Haufen. Es gibt jede Menge Reibereien:
Benjamin: Wir haben auch oft eine 3 zu 3 Konstellation.
Marc: Zum einen hält es uns auf, zum andern macht es aber das Ergebnis spannend. Alle geben ihren Senf dazu ab. Nach langer Arbeit und Diskussion kommen wir auf ein Ergebnis, mit dem alle zufrieden sind. Das ist etwas, was uns auch auszeichnet.

Wenn ein Produzent käme und sagen würde, passt mal auf, ihr müsst das alles ein bisschen anders machen, dann verkaufen wir auch mehr CDs, wie wäre eure Entscheidung?
Marc: Wir wollen uns nicht verbiegen lassen. Es soll so sein, dass die Band die Hand über die ganze kreative Arbeit hat. Da ließen uns bisher nicht reinreden, und das wird auch in Zukunft so sein.

Wenn jeder von euch einmal einen einzigen Wunsch frei hätte, was würdet Ihr euch wünschen?
Benjamin: Ich würde mir Gesundheit für mich und meine Familie wünschen, dass mein Onkel wieder gesund würde und auch ich gesund bleibe.
Marc: Ich würde mir wünschen, mal in die Zukunft schauen zu können, für einen ganz kurzen Moment. Einfach um zu wissen, was gut geht und was nicht.

Das ist aber gefährlich!
Marc: Es ist gefährlich, aber ich würde einfach nur gerne wissen, ob die Arbeit Früchte trägt. Es ginge mir nur um einen Funken Sicherheit, ob das, was ich mache reicht, um meinen Unterhalt zu bestreiten.

 

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